Alarmfahndung in Linz: Flüchtiger Mann gefasst, mehrere Verletzte (Update 10. Jänner, 14 Uhr)
LINZ/LEONDING. Jener 41-Jährige, der seine 42-jährige Lebensgefährtin schwer verletzt haben soll, hat anschließend auch einen Arbeitskollegen und Polizisten angegriffen und verletzt. Nach einer Alarmfahndung konnte er zu Mittag in Leonding gefasst worden. Update: Die Landespolizeidirektion OÖ gab am späten Nachmittag vor Presse Details bekannt. Update 10. Jänner: Zwei schwer verletzte Einsatzkräfte sind mittlerweile außer Lebensgefahr.

Gegen sieben Uhr früh soll der Mann in einer Wohnung in der Wiener Straße mit einem Messer auf seine 42-jährige Lebensgefährtin los und stach auf sie ein. Der 41-Jährige flüchtete danach mit dem Auto, das Opfer verständigte selbst die Polizei und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Der Mann flüchtete mit dem Auto und ist zur Arbeitsstelle seiner Frau in Leonding, wo er auf einen vermeintlichen Nebenbuhler losgegangen sein soll. Landespolizeidirektor Andreas Pilsl: „Er hat einen Arbeitskollegen mit zwei Messern bedroht - es ist allerdings bei der Drohung geblieben, von dort ist er weiter geflüchtet.“
Beamte niedergefahren
Auf Höhe Larnhausweg/Unionstraße hat der 41-Jährige „unvermittelt zwei Kollegen mit dem Auto erfasst und niedergefahren. Er ist aus dem Fahrzeug gesprungen und hat dem schwer verletzten Kollegen die Langwaffe genommen. Die verletzte Kollegin hat aus ihrer Waffe noch einen Schuss abgegeben“, berichtet Pilsl.
Mit der Langwaffe habe der Mann versucht, Fahrzeuge anzuhalten, was ihm auch gelungen sei. Er habe den Lenker eines Wagens genötigt auszusteigen und ihm das Fahrzeug zu geben. Damit ist der Flüchtende wieder stadtauswärts. „Auf Höhe Kremstalerhof hat er einen weiteren Verkehrsunfall verursacht. Mit der Langwaffe wollte er dann dort wieder ein Auto rauben, dabei wurde auch ein Schuss abgegeben. Das war für die eingesetzten Kollegen das klare Zeichen, rasch und schnell zu handeln“, so Pilsl.
Festnahme
Auch die Kollegen hätten mehrere Schüsse abgegeben. Schließlich habe der Täter die Waffe abgelegt und sich ergeben und konnte von den Kräften der Schnellen Interventionstruppen festgenommen werden. Rund 170 Beamte waren bei der Alarmfahndung im Einsatz.
Laut Polizei handelt es sich bei dem Mann um einen Iraker, der bereits amtsbekannt war.
Die Polizei bittet Zeugen, die Aufnahmen von den Straftaten, der Flucht oder der Festnahme gemacht haben, der Exekutive das Bild- und Videomaterial zur Verfügung zu stellen. Sie möchten sich an die nächste Polizeiinspektion oder an die Telefonnummer 059133 40 1133 wenden.
Update 10. Jänner: Beamte außer Lebensgefahr
Wie die Poizei am Dienstag mitteilte, befinden sich die nieder gefahrenen, schwer verletzten beiden Einsatzkräfte mittlerweile außer Lebensgefahr.
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09.01.2023 17:47
Mordversuch
Straffällige Ausländer gehören sofort abgeschoben, nicht erst gewartet bis noch was Schlimmeres passiert.