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Mobilitätserhebung: Anstieg der Fuß- und Radwege

Leserartikel Katharina Kühn, 01.12.2023 10:42

BEZIRK. Alle zehn Jahre führt das Land OÖ im Rahmen einer Haushaltsbefragung eine Verkehrserhebung durch, die Rückschlüsse auf das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung zulässt. Nun wurden die Ergebnisse für den Bezirk Vöcklabruck präsentiert.

Günther Steinkellner (Landesrat für Infrastruktur und Mobilität)  und Gerhard Kaniak (Nationalratsabgeordneter) (Foto: Land OÖ)
Günther Steinkellner (Landesrat für Infrastruktur und Mobilität) und Gerhard Kaniak (Nationalratsabgeordneter) (Foto: Land OÖ)

Der Bezirk Vöcklabruck mit einer Fläche von 1.085 km2 beheimatet 52 Gemeinden. Die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zu größeren Städten wie Linz und Salzburg machen den Bezirk attraktiv für Unternehmen und Arbeitnehmer/innen. Die Infrastruktur in Vöcklabruck ist gut entwickelt. Wichtige Straßenverbindungen, wie die Westautobahn A1 und die B151, sorgen für eine gute Erreichbarkeit. Der öffentliche Verkehr wird durch Bus- und auch Bahnlinien, wie etwa die Attergaubahn, die Kammerbahn und die Westbahn ergänzt, die eine gute Anbindung innerhalb des Bezirks und an umliegende Gebiete ermöglichen.

Demografischer Wandel

Der demografische Wandel, der wie allerorts auch in Vöcklabruck zu beobachten ist, macht sich auch bei den Mobilitätskennzahlen bemerkbar. Die Bevölkerung stieg von 2012 auf den Zeitpunkt der Erhebung im Jahr 2022 um 8,8 Prozent an, dabei nahm die Zahl der über 65-Jährigen um 42,4 Prozent zu, die Altersgruppe zwischen 15 und 24 Jahren nahm jedoch um 16,1 Prozent ab. In Summe legt die Wohnbevölkerung des Bezirks Vöcklabruck rund 385.600 Wege pro Werktag zurück. Diese haben damit in den letzten zehn Jahren um rund 15 Prozent zugenommen.

Anstieg bei Fußwegen und im Radverkehr

Was die Gesamtwege betrifft zeigen sich zwischen 2022 und 2012 zwar sehr ähnliche Werte, dennoch ist eine Trendwende in der Verkehrsmittelwahl erkennbar. 71,7 Prozent aller Wege werden mit privaten Fahrzeugen absolviert. 7,1 Prozent der Wege werden mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurückgelegt; das bedeutet einen Anstieg um etwa drei Prozent. Auch das zu Fuß gehen und der Radverkehr werden zunehmend wichtiger; in beiden Bereichen gab es eine Steigerung um 18 (Fußwege) bzw. um 35 Prozent (Radverkehr).

Außerdem ist zu beobachten, dass die Freizeit-Erledigungswege mit 62 Prozent deutlich zugenommen haben. Bei den Arbeitswegen gab es eine geringe Steigerung von fünf Prozent; Schul- und Ausbildungs- sowie die Einkaufswege haben hingegen etwas abgenommen. Insgesamt werden neun Prozent der gesamten Wege von nicht im Bezirk Vöcklabruck wohnhaften Personen durchgeführt.

Altersgerechte Mobilität gewährleisten

„Der Bezirk Vöcklabruck ist trotz der dynamischen Entwicklung von demografischen Verschiebungen betroffen, welche unsere Gesellschaft auch zukünftig weiter prägen. Die Zunahme der älteren und der gleichzeitige Rückgang der jüngeren Altersgruppen stellt für die Mobilitätsplanung Herausforderungen dar. Einerseits ist es wichtig, dass eine altersgerechte Mobilität gewährleistet wird. Das bedeutet, dass wir die Qualität, das Angebot und dem Komfort im öffentlichen Verkehrssystems stärken und auch sichere Geh- und Radwege weiter ausbauen wollen. Gleichzeitig sind wir gefordert, die Mobilität chancenreich für junge Menschen auszurichten. Flexibilität und Freiheit stehen dabei in Zusammenhang mit der Entwicklung und Technologie im Bereich der Digitalisierung und dem autonomen Fahren“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Modernisierungsmaßnahmen im öffentlichen Verkehr

Als wichtige Projekte für den Bezirk stehen zusätzliche Modernisierungsmaßnahmen im Bereich des öffentlichen Verkehrs an. Ebenfalls soll dort, wo es die geologischen Gegebenheiten zulassen, die Radwegeinfrastruktur gestärkt werden. Dadurch wird nicht nur die sanfte Mobilität, sondern auch die touristische Attraktivität des Salzkammerguts gestärkt. Um die gute Erreichbarkeit zu gewährleisten, ist auch der Erhalt eines qualitativ hochwertigen und effizienten Landesstraßensystems ein wichtiges Fundament für den Tourismus.


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