Waldschafweibchen im Tierpark Haag hat neuen Paten
STADT HAAG. Der Wolfsbacher Gerhard Petrik hat die Patenschaft für das Waldschafweibchen Hansi übernommen.

Hansi hieß auch jener Waldschafwidder, der Anfang dieses Jahres ein tragisches Lebensende nach einem Sturz auf dem Eis erlitten hatte. Namensgeber Gerhard Petrik war tieftraurig, das Interesse und die Sympathie für die Tierart Waldschaf blieben aber ungebrochen.
Die Familie entschied, einem weiteren Waldschaf einen Namen geben zu wollen. Ein männliches Tier bei den Waldschafen gibt es derzeit nicht, wodurch nur ein weibliches Tier infrage kam und auch eines auserkoren wurde.
Die Familie fand Gefallen an einem Weibchen, das ein paar markante Erkennungsmerkmale besitzt.
Interessante Besonderheiten
Waldschafe weisen eine durchaus interessante Besonderheit auf. Beide Geschlechter können behornt als auch unbehornt sein. Bei einem ihrer zahlreichen Tierparkbesuche entdeckte die Familie bei einem Weibchen einen Hornansatz und dazu eine reinweiße Schnauze. Damit gab es Unterscheidungsmerkmale zu den anderen Weibchen, um eine leichtere Wiedererkennbarkeit des gewünschten Patentieres zu haben.
Zwei Monate nach dem Tode des Widders fand nun die offizielle Namensgebungsfeier für das auserwählte Waldschafweibchen statt.
Barbara Forstner, zoologische Leiterin und Tierärztin des Tierparks, und Tierparkmitarbeiter René Haberl nahmen zur Feier Karotten und Äpfel mit. Die Familie Petrik versuchte die Tiere innerhalb des Waldschafgeheges mit diesen Leckereien heranzulocken, was aber nicht gelang.
Die Tiere gingen immer wieder auf Distanz, um einen Sicherheitsabstand zu wahren. Diese „Eindringlinge“ in ihr Territorium waren ihnen suspekt.
Derzeit leben drei weibliche Waldschafe im Haager Tierpark. Nach dem nicht gelungen Versuch, die Tiere in ihrem Areal für eine Fütterung zu begeistern, fand der Fütterungsversuch von außen statt. Dies war eine richtige Entscheidung. Die Neugier und der gefasste Mut der Tiere siegte und sie ließen sich füttern.
Eventuell Nachwuchs
Besonders erfreut war die Familie über eine Information der zoologischen Leiterin, wonach der Widder Hansi vor seinem Ableben noch für Nachkommen gesorgt haben könnte. Somit ist die Hoffnung groß, dass es bei den Waldschafen bald Nachwuchs geben kann.
Im Rahmen der feierlichen Namensgebungszeremonie gab der Namensgeber Gerhard Petrik aus Wolfsbach bekannt, dass sein neues Patentier, das sieben Jahre alte Waldschaf-Weibchen, ebenfalls den Namen „Hansi“ bekommt. Somit lebt der Name „Hansi“ bei den Waldschafen weiter und stirbt nicht aus.
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