Neuzugänge und Todesfall im Tierparadies Schabenreith: Rehkitz, Fuchsbaby und drei Frechdachse
STEINBACH AM ZIEHBERG. Es herrscht reges Kommen und Gehen im Tierheim. Diese Woche gibt es traurige und hoffnungsvolle Nachrichten aus dem Tierparadies Schabenreith in Steinbach am Ziehberg zu vermelden.

Ein schwer verletztes Rehkitz wurde mit der Tierrettung des Tierparadies Schabenreith aus Schlierbach abgeholt. Es war von einer sechs Meter hohen Steinmauer gefallen und erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirntrauma sowie innere Blutungen, hatte motorische Störungen und konnte nicht aufstehen. Mit Medikamenten, Infusionen und Physiotherapie versuchten Doris und Harald Hofner alles, um das Rehkitzmädchen zu retten, doch ohne Erfolg: Das wegen der vielen blauen Blutergüsse auf „Veilchen“ getaufte Rehkitz musste erlöst werden. Aufgrund des Schocks hatten sich die Organe soweit reduziert, dass der Darm abstarb.
Mittlerweile drei Fuchsbabys im Tierparadies
Doch es blieb keine Zeit zum Luftholen oder zur Trauer: Ein Fuchsbaby traf einen Tag später im Tierparadies Schabenreith ein. Es ist mit Bisswunden übersät und hat eine Lungenentzündung. Das Fuchsmädchen wurde in der Tierordination Scherfler in Linz erstversorgt und anschließend zwei Tage auf der Intensivstation bei Ursula Kimberger-Dorninger in Kirchdorf betreut. Nun kam das Fuchsbaby ins Tierparadies Schabenreith, aber es ist noch nicht über den Berg. Das Tierparadies kämpft weiterhin um das Leben des Jungtieres, tägliche Tierarztbesuch sowie die Behandlung mit Antibiotika stehen immer noch an der Tagesordnung. Die Kleine wurde auf „Macchiato“ getauft, passend zu den beiden Fuchsbabys „Coffee“ und „Melitta“, die bereits im Tierparadies aufgezogen werden. Wenn alles gut geht, kann „Macchiato“ bald ihre Spielgefährten kennenlernen und mit ihnen aufwachsen.
Fuchsbaby mit Lungenentzündung gestorben
Für ein weiteres Fuchsbaby mit Lungenentzündung kam jedoch jede Hilfe zu spät. „Es wurde zu lange mit dem Tierarztbesuch gewartet. Das Fuchsbaby war einer Privatperson in Kirchdorf zugelaufen. Dabei ist wichtig zu wissen: Verletzte Wildtiere suchen oft den Kontakt zu Menschen“, heißt es aus dem Tierparadies Schabenreith.
Geschützte Auswilderung eines Dachs-Trios
Ebenfalls im Tierparadies Schabenreith findet derzeit die geschützte Auswilderung des Dachs-Trios „Pippi“, „Annika“ und „Tommy“ statt. Die „Frechdachse“ wurden in der Wildtierauffangstation Tiervilla Kunterbunt von Sandra Kaiß in Redlham (Bezirk Vöcklabruck) aufgezogen, nachdem sie Passanten mutterlos hinterherliefen.
Das Tierparadies Schabenreith appelliert aus gegebenem Anlass: „Wenn Sie ein verletztes Tier finden, rufen Sie unbedingt sofort die nächstgelegene Tierrettung an, es zählt jede Minute. Viele Tiere können vor dem Tod bewahrt werden, wenn schnell gehandelt wird.“
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden