MOLLN/STEINBACH AM ZIEHBERG. Ein Passant entdeckte beim Spazierengehen einen jungen Graureiher in Molln. Der Vogel bewegte sich nicht, war aber am Leben. Kurzerhand brachte der Finder das Tier ins Tierparadies Schabenreith in Steinbach am Ziehberg.

Die Untersuchung bei Tierärztin Ursula Kimberger-Dorninger ergab, dass eine Schrotladung den linken Flügel des zirka sechs Wochen alten Jungvogels zertrümmert hatte. Eine Kugel steckte sogar noch im Körper und wurde herausoperiert.
Jungvogel steht unter Schock und verweigert die Nahrungsaufnahme
„Graureiher bzw. Fischreiher leben in der Nähe von Gewässern und sind ganzjährig geschützt. Sie werden dennoch oft erbarmungslos verfolgt, da sie als „Fischereischädlinge“ gelten, obwohl sie sich trotz ihres Namens keineswegs ausschließlich von Fisch ernähren, sondern auch Amphibien, Reptilien, Insekten und Kleinsäuger auf ihrem Speiseplan stehen“, informiert das Team des Tierparadieses Schabenreith und vermutet: „Im Fall des angeschossenen Graureihers muss ein Tierhasser am Werk gewesen sein, der das verletzte Tier einfach liegen ließ. Ob der Jungvogel überleben wird hängt davon ab, ob er anfängt zu fressen. Derzeit hat er starke Schmerzen und steht unter Schock, daher verweigert er noch die Nahrungsaufnahme.“ Das Ehepaar Hofner-Foltin vom Tierparadies Schabenreith kämpft weiter.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden