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Nach Gasexplosion in Ansfelden: Bohrloch wurde mit Flüssigzement abgedichtet (Update 29.6., 11.45 Uhr)

Online Redaktion, 28.06.2023 19:29

ANSFELDEN. Die Situation in Freindorf/Ansfelden hat sich nach der Gasexplosion entspannt. Mit der notwendigen Nachbohrung sowie mit dem Abdichten des Bohrloches wurden zwei wesentliche Etappen genommen, um den Bewohnern der Siedlung eine baldige Rückkehr zu ermöglichen.

Die Einsatzsituation in der Nacht auf Mittwoch (Foto: TEAM FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)
Die Einsatzsituation in der Nacht auf Mittwoch (Foto: TEAM FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)

Mittwochnachmittag erfolgte in der Siedlung eine Nachbohrung, um die Öffnung später mit Flüssigzement abzudichten. Diese Arbeiten sind noch im Gange und werden von Sachverständigen des Landes und externen Experten begleitet. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr nehmen laufend Proben in den evakuierten Gebäuden, um Rückschlüsse auf die Gefahrenlage zu ziehen.

Nach Evakuierung: mögliche Rückkehr am Donnerstag

Die evakuierten Bewohner werden voraussichtlich am Donnerstag wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Voraussetzung dafür ist, dass an der Unglücksstelle kein weiteres Gas austritt und die betroffenen Gebäude entsprechend belüftet werden, sodass keine Gefahr mehr für die Menschen besteht. Das behördliche Platzverbot wird bis Donnerstag verlängert. „In einer Lagebesprechung Donnerstagmorgen werden weitere Details rund um das absehbare Ende der Evakuierung geklärt“, berichtet der Bezirkshauptmann Manfred Hageneder.

Laut Ansfeldens Bürgermeister gehen aktuell Fachleute alle Häuser durch und prüfen die Lage. Die Bewohner bekommen nach der Kontrolle der Häuser einen Bericht. „Wann alle wieder zurückkönnen kann man noch nicht sagen - aber wir versuchen den Bereich immer weiter zu verkleinern, also dass die Leute rundherum nach und nach in ihre Häuser können. Wir wissen, dass die Menschen auf Nadeln sitzen und wieder in ihr Zuhause zurück wollen - wir werden auch nichts künstlich aufhalten, aber die Gefahrenbereiche werden nicht freigeben, wenn sie noch nicht sicher sind“, so Christian Partoll weiter. Aufgestellte Messsonden werden die Lage jedenfalls in den nächsten Monaten genau im Auge behalten.

Alle Bewohner untergebracht

Alle Bewohner der evakuierten Siedlung in Freindorf konnten inzwischen woanders untergebracht werden. Für 21 ältere Menschen wurde eine vorübergehende Unterkunft im Zentrum für Betreuung und Pflege in Enns sowie in Neuhofen gefunden. Dort ist auch die medizinische Versorgung gesichert.

Auch an die Haustiere in der Wohnsiedlung wurde gedacht. So ist auf dem Stadtamt von Ansfelden eine Hotline der Tierrettung für betroffene Tierhalter eingerichtet worden. Aus einem Haus hat die Tierrettung mit Hilfe der Feuerwehr neun Katzen gerettet.


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