Mar Pilz, eine Aktivistin aus Nicaragua, muss 2018 nach Linz flüchten. Dank ihrer österreichischen Staatsbürgerschaft lebt die 31-Jährige seitdem in Linz. Ihre Geschichte:

Mar Pilz wächst in Managua, Nicaragua auf. Ihr Vater ist Linzer. Sie besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft. Nach Mars Studium der internationalen Beziehungen erkennt sie, dass es ein großes Problem auf Nicaraguas Straßen gibt: neun von zehn Frauen werden belästigt. Pilz will etwas dagegen unternehmen.
Aktivistin in Nicaragua
Sie tritt einer Beobachtungsstelle gegen Straßenbelästigung bei, diese heißt „Observatorio Contra el Acoso Callejero“. Das Ziel der Organisation ist, Bewusstsein für diese Art von Gewalt zu schaffen. 2018 gibt es eine Studentenbewegung gegen den Präsidenten Daniel Ortega. Dieser geht hart gegen Aktivisten vor. So wird auch Mar Pilz observiert und die Polizei verhaftet viele ihrer Freunde. Die Situation ist Pilz zu gefährlich und sie flüchtet nach Linz.
In Linz angekommen
Hier fällt ihr sofort etwas auf. Im Gegensatz zu den Straßen Nicaraguas gäbe es hier mehr Respekt vor Frauen. Besonders deswegen gefällt es ihr in Linz, nur die kalten Temperaturen im Winter machen ihr anfangs zu schaffen.
Im Moment arbeitet sie an der Linzer Kunstuniversität und schreibt ihre Diplomarbeit. Der Lieblingsplatz der 31-Jährigen ist das „Salonschiff Fräulein Florentine“, wo sie an heißen Sommertagen viel Zeit verbringt. Dennoch vermisst sie die weißen Sandstrände, ihre Freundinnen und ganz besonders ihre Mutter. Am liebsten würde sie mit ihrem Linzer Freund die Welt bereisen und einen Masterabschluss beginnen.
Mar Pilz“ befreundete Aktivisten, die inhaftiert waren, leben nun im politischen Asyl in Ländern wie Spanien oder den Niederlanden. „Ich werde weiter gegen Straßenbelästigung kämpfen.“, erklärt Mar Pilz. Deswegen will sie die inzwischen aufgelöste Organisation „Observatorio Contra el Acoso Callejero“ in Linz wiederaufbauen.
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