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„Schicht um Schicht“: Kunst aus dem Franckviertel im Franckviertel ausgestellt

Anna Stadler, 07.08.2021 08:13

LINZ. Bei der kommenden Ausstellung des Gemeinschaftsprojektes „Bingo - Bingo“ im Franckviertel bespielt die Künstlerin Helene Huemer die zwei Schaufenster des Bingo - Bingo Kiosks mit einer Skulptur aus Papier „touch me“ und Keramikwerken „graphic tablets“.

Helene Huemer (Foto: privat)
  1 / 2   Helene Huemer (Foto: privat)

Nach den bereits durchgeführten Ausstellungen, die geprägt waren von Sammelsurien und Schätzen aus dem Franckviertel,  wilden und partizipativen Mischungen sowie jeder Menge jugendlichen Leichtsinns ist es jetzt möglich, aufgrund der Covid-Lockerungen, am 13. August um 15 Uhr die erste richtige Vernissage für eine breitere Öffentlichkeit abzuhalten. „Wir freuen uns sehr die Künstlerin Helene Huemer, deren Atelier sich am Brunnenplatz im Franckviertel befindet, präsentieren zu dürfen“, laden die Vereine des Gemeinschaftsprojekts „Bingo - Bingo“ ein. „Kunst und Musik, Reden und Plaudern, Essen und Trinken und genug Grund zum Anstoßen.“

Kunst aus dem Franckviertel

Ihr Atelier für Keramik mit Workshops *play with clay* und Grafik befindet sich in den Wimhölzelbögen, Wimhözelstraße 23, des Franckviertels. Gezeigt werden manche Momentaufnahmen aus dem Franckviertel und halbseidiges Zigarettenpapier, das aus der ehemaligen Tabakfabrik Linz stammen könnte. Jedes Material hat seine Verortung und machen die Experimentierfreude der Künstlerin mit den Materialien sichtbar.

Auf den Tontäfelchen „graphic tablets“ werden schichtweise die keramischen Farbpigmente aufgetragen, abgeschabt und freigelegt. Grafische Skizzen und malerische Bearbeitungen zeigen flüchtige Beobachtungen aus der Umgebung, die wie Skizzenblätter gestaltet sind. Feinsinnige Wahrnehmungen die mit Hitze eingebrannt und fixiert werden.

Die raumfüllende Skulptur aus Papier „touch me“ baut sich lagenweise auf und lässt transparente Durchblicke zu. Die Schichtarbeit geht unter die Haut: Collagen einer Hautschicht, die sich zart in den Raum aufschichtet und spannt. Der Arbeitsprozess ist ein Sinnbild der damaligen Schichtarbeit in der Tabakfabrik Linz.

Wie bei einem restauratorischen Prozess, werden die einzelnen Papierschichten und keramischen Farbaufträge aufgebaut und freigelegt und in den zwei großzügigen Schaufenstern des „Bingo - Bingo“ Pavillons im Franckviertel, Stieglbauernstraße 10, bis 3. September ausgestellt.


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