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Kundgebung von Fridays For Future beim Linzer Landhaus

Nora Heindl, 17.03.2023 18:18

LINZ. Am Freitag, 17. März, setzte Fridays For Future Linz ein Zeichen des Zusammenhalts beim Linzer Landhaus. Kernthema der Aktion war die Forderung nach schnellen und gezielten politischen Maßnahmen für eine Energiewende.

Lea Moser, 17-Jährige Schülerin und Aktivistin bei Fridays For Future Linz (Foto: Fridays For Future Linz)
  1 / 4   Lea Moser, 17-Jährige Schülerin und Aktivistin bei Fridays For Future Linz (Foto: Fridays For Future Linz)

Dass Oberösterreich, nach wie vor keine konkreten Maßnahmen für eine Energiewende vorlegen könne, ist für die Aktivisten von Fridays For Future unverständlich. Die Absurdität der Lage zeige sich besonders an der Tatsache, dass der Windkraft-Masterplan ausgerechnet die Zone in Molln, wo demnächst mögliche Erdgasbohrungen des fossilen Konzern ADX stattfinden könnten, vom Bau neuer Windräder ausschließe. „Wie kann es sein, dass eine ‚Zone, die unbedingt vor Windrädern geschützt werden muss‘, für Erdgasbohrungen geeignet sein sollte? Die Chance auf einen hohen Erdgasfund liegt bei unter 20 Prozent. Das heißt, hier geht es keineswegs um eine gesicherte Energieversorgung, sondern vielmehr um Profite“, so Lea Moser, 17-jährige Schülerin und Aktivistin bei Fridays For Future, in ihrer Rede.

Die Lage sei ernst. „Die Wissenschaft schlägt schon seit über 40 Jahren Alarm und wir wissen über den Handlungsspielraum und die Verantwortung der Politik nicht erst seit gestern Bescheid! Bisher haben wir schöne Formulierungen wie etwa „Klimaschutz mit Hausverstand“ und „Grüne Technologien“ zu hören bekommen, aber an der Umsetzung scheitert es ganz gewaltig, das zeigen die beinahe unveränderten Emissionen der letzten Jahre leider nur zu deutlich!“, fügt Lea Moser hinzu.

Schon seit dem Beginn der weltweiten Klimaproteste von Fridays For Future werde eine ambitionierte Energiewende gefordert. Doch der politische Wille zur Veränderung sei in Oberösterreich laut der Klimabewegung nach wie vor zu schwach um die große Veränderung voranzutreiben, die immer dringender notwendig wird. Die grundlegenden Rahmenbedingungen wie ein flächendeckender Ausbau der Stromnetze für erneuerbare Energien und Genehmigungen für den Bau neuer Windräder für eine nachhaltige Energiegewinnung würden an allen Ecken und Enden fehlen und die Zeit, in der Oberösterreich sich verpflichtet habe, klimaneutral zu werden, laufe langsam aber sicher ab.

„Wir werden uns weiterhin für eine Wende einsetzen, solange wir sehen, dass die Politik ihrer Verantwortung nicht nachkommt!“, so das allgemeine Fazit. Die Aktion verlief friedlich und ohne Unterbrechungen. Besonders das gemeinsame Singen und Musizieren der Menschen vorm Landhaus sorgte für ein gemeinschaftliches Zeichen von Menschen aus allen Generationen, die äußerst besorgt um die Zukunft des Planten sind und dabei aber die Hoffnung nicht aufgeben.


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