Werkunterricht in der Rad-Werkstatt: Linzer Schüler reparierten "Patschen"
LINZ. Wie man einen kaputten Reifen repariert, das lernten Schüler des Georg von Peuerbach Gymnasiums bei einem Workshop in der Rad-Werkstatt Velodrom in Urfahr. Inhaber Florian Aistleitner möchte damit eine Möglichkeit bieten, den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten und sinnvolle Maßnahmen gegen die Wegwerfkultur vermitteln.

Für einen Workshop mit Fahrradmechatroniker Florian Aistleitner wurde der Werkunterricht für die 22 Schüler der vierten Klasse des Peuerbach Gymnasiums kurzerhand in die Radl-Werkstatt Velodrom in Urfahr verlegt. Dort zeigte Aistleitner den Jugendlichen, wie ein „Patschen“ repariert wird. Die Schüler lokalisierten Löcher in Radschläuchen, verschlossen diese und führten anschließend eine Dichtheitskontrolle im Wasserbad durch.
„Das Gefühl, wenn man mit eigenen Händen etwas geschafft hat, es funktioniert, man wieder aufs Radl steigt und losfährt – es ist wertvoll und soll vermittelt werden“, so der Velodrom-Inhaber Florian Aistleitner. „Ein kaputtes Radl kann frustrieren. Wenn man weiß, wie es geht, macht Reparatur aber Spaß. Kinder mit Freude am Drahtesel steigen später weniger ins Auto“, so die Hoffnung des gelernten Mechatronikers.
Auch Workshops für Erwachsene
Mit dem Velodrom-Workshop möchte Astleitner Ideen für Lehrer liefern, den Unterricht abwechslungsreicher gestalten zu können. „Außerdem ist es eine sinnvolle Maßnahme gegen die Wegwerfkultur. Wer repariert, erzeugt weniger Müll.“
Der Workshop richtet sich aber auch an Erwachsene. Gemeinsam mit Aistleitner können dabei gewünschte Themen abgesprochen werden. Die Workshops finden in der Velodrom-Werkstatt in der Heilhamer Straße 1 in Urfahr statt.
Velodrom ist auch Reparaturbonus-Partnerbetrieb. Reparatur- und Wartungskosten werden zu 50 Prozent gefördert .
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