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Auch Pistengeher werden in Oberösterreichs Skigebieten zur Kasse gebeten

Susanne Winter, MA, 29.10.2017 19:12

SPITAL/PYHRN. Das Pisten­gehen in Oberösterreichs Skigebieten wird beliebter. Immer mehr Wintersportler suchen den sicheren Aufstieg über die Pisten. Dafür müssen diese auch bezahlen.

Auf der Wurzeralm gibt es eine Aufstiegsspur für Pistengeher. Foto: Hiwu
  1 / 2   Auf der Wurzeralm gibt es eine Aufstiegsspur für Pistengeher. Foto: Hiwu

„In unseren Skigebieten nutzen teilweise bis zu 25 Prozent der Tagesgäste die Möglichkeit, mit Tourenskiern die herrliche Bergwelt tagsüber oder in der Nacht zu begehen“, so Helmut Holzinger, Obmann der Fachgruppe Seilbahnen der Wirtschaftskammer Oberösterreich und Vorstand der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG. Das bedeutet, dass sie einen Teil der von den Seilbahnbetrieben zur Verfügung gestellten Infrastruktur, wie Parkplätze und Pisten nutzen. Dafür werden sie auch zur Kasse gebeten. „Wir bieten den Tourengehern Infrastruktur und sorgen für Sicherheit auf den Pisten“, begründet Helmut Holzinger diesen Schritt.

Pistengehen auf der „Wurzer“

Auf der Wurzeralm in Spital am Pyhrn gibt es eine eigene Aufstiegsspur für Pistengeher und es ist tagsüber sowie mittwochs auch in der Nacht möglich, diese zu nutzen. Ein weiteres Angebot für Tourengeher im Bezirk, ein Teilabschnitt der Höss in Hinterstoder, soll noch folgen. Derzeit ist dort das Pistengehen jedoch nicht erlaubt.

Gebühren für die Benützung der Piste

Auf der Wurzeralm seien, laut Holzinger, von täglich 4000 Besuchern rund 1000 „Pistengeher“. Dadurch bleibe oftmals für die Skifahrer zu wenig Platz, weshalb man sich nun entschieden habe, eigene Routen für die Tourengeher zu präparieren.Der Preis für ein Tagesticket für Tourengeher auf der Wurzeralm beträgt 14 Euro. Auch eine Liftfahrt ist im Preis inbegriffen. Das Abendticket (Mittwoch) ist um zehn Euro erhältlich.

Homepage über das Pistengehen in Oberösterreich

Als gemeinsame Initiative der OÖ Seilbahnen soll es noch vor Saisonstart eine Homepage geben, die über die Möglichkeiten des Pistengehens in Oberösterreich informiert. Unter www.pistengehen.at findet man am Saisonbeginn alle OÖ Skigebiete sowie Infos darüber, wo Pistengehen zu welchen Bedingungen und Preisen möglich ist. Diese Informationsseite ist eine gemeinsame Initiative der OÖ Seilbahnen.

„Wir werden laufend daran arbeiten, ein friedliches Miteinander von Wintersportlern unter Berücksichtigung höchster Sicherheit für Skifahrer, Pistengeher und Mitarbeiter der Seilbahnen bieten zu können“, so Helmut Holzinger.

Lösungen gemeinsam mit Bergrettung erarbeitet

„Es sollte allen bewusst sein, dass Tourengehen und Pistengehen zwei verschiedene Sportarten sind“, so Georg Schürrer, Obmann der Bergrettung Spital am Pyhrn. „Der Sprung vom Pistengehen zum Tourengehen sollte nicht unterschätzt werden. Als Pistengeher befinde ich mich auf gesichertem Terrain, ohne Lawinengefahr und ohne alpiner Gefahr. Verlasse ich dieses und begebe ich mich ins freie Gelände, muss ich auf viele Dinge vorbereitet sein“, so Schürrer. Die Belegung eines speziellen Bergkurses ist hier durchaus sinnvoll und wird von der Bergrettung empfohlen.

Regeln für ein sicheres Miteinander

„Pistengeher müssen aus Sicherheitsgründen bestimmte Regeln beim Aufsteigen beachten, um ein sicheres Miteinander zu gewährleisten. Dazu zählt auch die Einhaltung von Pistensperren“, so Helmut Holzinger.


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