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Löwinger Bühne ohne vierte Wand

Leserartikel Werner Pelz, 05.02.2016 19:20

ST. PÖLTEN/NÖ/OÖ. „Es war ein Geistesblitz“, erklärte Chris Sternberg im Gespräch mit Tips St. Pölten, die Löwinger Bühne als Revival wieder auf „die Bretter zu bringen, die die Welt bedeuten“. „Als ich noch jung war, war ich von den Aufführungen fasziniert. Das wollte ich wieder aufleben lassen“, so Sternberg, der nicht nur das zweiaktige Boulevardstück im Stil der Löwinger Bühne geschrieben hat, sondern auch produziert. KARTEN für die Premiere GEWINNEN  

Die Löwinger Bühne erfährt ein Revival und startet mit einer Premiere in St. Pölten am 11. Februar. Foto: Schimmer
Die Löwinger Bühne erfährt ein Revival und startet mit einer Premiere in St. Pölten am 11. Februar. Foto: Schimmer

„Mein Konzept gefiel Martina Nöst-Löwinger, der Tochter der legendären Sissy Löwinger, daher bekam ich Erlaubnis und Vertrag, dieses Projekt umzusetzen“, freut sich Sternberg im Gespräch mit Tips St. Pölten.

Das Ensemble aus professionellen Schauspielern hatte er bald zusammen, nun galt es noch jemand für die Regie zu finden. In Eva Billisich fand er eine bekannte Professionalistin. Sie hat nicht nur Erfahrung mit Stars wie Alfred Dorfer und Roland Düringer, sondern auch einschlägige Bekanntschaft mit Volksschauspielstücken gemacht. Nach einem Blick auf den Stoff war Billisich sofort Feuer und Flamme für die Sache. Die ersten Leseproben fanden Anfang Dezember statt. „Natürlich habe ich die legendären Stücke der Löwingerbühne etwa anhand von Filmen genau studiert um mit der neuen Produktion nahe dran zu sein“, erklärt die Regisseurin. Damit dies gelingt wird nun im Schnitt etwa fünfmal die Woche geprobt. Sie sei über die Professionalität des Ensembles höchst erfreut und erwarte, dass man auch jüngeres Publikum ansprechen könne. Diesem Ansinnen komme auch entgegen, „dass die Hälfte des Ensembles aus jüngeren Schauspielern besteht“. Besonders sei zu erwähnen, dass mit Karina Nöst-Löwinger, die eine Postlerin spielt, eine echte Nachfahrin der Löwingers mit dabei sei.

Publikum kann sich einbringen

Und wie bei der legendären Löwinger Bühne „wird auch hier die vierte Wand gebrochen“. Gemeint sei damit, dass die fiktive Trennwand zwischen Schauspieler und Publikum nicht vorhanden ist. „Das Publikum kann sich an bestimmten Stellen auch einbringen“, erklärt die Regisseurin, fügt aber hinzu: „Die Schauspieler können spontan auf das Publikum reagieren und sind auch im Agieren frei, aber es handelt sich um kein Stegreiftheater. Die Handlung bleibt gleich.“

„War verliebt in Ott“

Aufgrund einer Erkrankung eingesprungen ist Corinna Pumm. Sie spielt jetzt die Magd Paula im ländlichen Boulevardstück von Chris Sternberg. Pumm kennt man bereits aus den „Copstories“-Staffeln 2-4  aus dem ORF oder den Festspielen auf der Rosenburg bei denen sie in Molieres Stück „Der eingebildete Kranke“ mitwirkte. Vor wenigen Tagen habe Produzent Chris Sternberg angerufen und gefragt, ob sie kurzfristig einsteigen könne. Klar konnte sie. Nach dem Casting war alles klar. „Ich habe am Wochenende den Text gelernt und bin am Montag gleich zu den Probenarbeiten dazugestoßen“, erzählt die junge Vollblutschauspielerin, die u.a. von Theaterlegende Elfriede Ott ausgebildet wurde. Es war ihr ein Herzenswunsch, Schauspielerin zu werden, und sie hat einmal extra die Schule geschwänzte, um in Kontakt mit der großen Elfriede Ott treten zu können. „Ich war verliebt in diese Frau“, so Pumm. Ihr Wunschtraum sei, „in diesem Metier des Schauspiels glücklich zu werden“, denn sie habe bemerkt, dass sie „auf die Bühne gehört“. Wenn sie sich etwas wünschen könnte, wäre das der Nestroy-Nachwuchs-Preis. Jetzt aber freue sie sich auf die neue Herausforderung mit der Löwinger Bühne The New Generation.

Das Ensemble wird nach der Premiere und einer weiteren Vorstellung in St. Pölten am 11. Februar durch Österreich touren. Das Bühnenbild ist so angefertigt, dass es in den Tourneebus passt.

Karten für die Vorstellung am 12. Februar gewinnen

Details: Vorstellung am 11. Februar 2016, Kulturhaus Wagram, Oriongasse 4, 3100 St. Pölten. Weitere Aufführung 12. Februar im Kulturhaus Wagram und am 18.2. 2016 Vorstellung im Stadtsaal von Waidhofen an der Thaya.    Jeweils Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 20 Uhr Im Kartenpreis inbegriffen: “Genussvoller“ Theaterabend mit Aperitif und  Büffet im Anschluss an die Vorstellung. Regulärer Ticketpreis: 49 Euro             

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Kontakt Redaktion Tips St. Pölten: Werner Pelz, Mobil: 0676 700 11 75 // Mail: w.pelz@tips.at oder we_pe@gmx.at // Post: W. Pelz, Postfach 39, 3101 St. Pölten


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