Donnerstag 3. April 2025
KW 14


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Mögliches neues Nachbarschaftszentrum für Linzer Franckviertel

Karin Seyringer, 17.09.2020 16:20

LINZ. Im Franckviertel soll ein leerstehender Kiosk durch Bürger wiederbelebt werden. Sollte die Stadt Linz die Bürger hier nicht unterstützen oder eine entsprechende Lösung finden, werde Neos-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik so würde er darum kämpfen, dass die Bürger ihre Idee als Crowdfunding-Projekt umsetzen.

Ein ehemaliger Nahversorgerkiosk im Frankviertel soll zum Nachbarschaftszentrum werden. (Foto: Potocnik)
  1 / 3   Ein ehemaliger Nahversorgerkiosk im Frankviertel soll zum Nachbarschaftszentrum werden. (Foto: Potocnik)

Im Frühjahr wurde die Idee geboren, den fast zur Gänze leerstehenden Nahversorger-Kiosk in der Stiegelbauernstraße zu sanieren und zum offenen Nachbarschaftszentrum umzufunktionieren. Die engagierten Bewohner wollen dabei die Sache selbst in die Hand nehmen und das Gebäude in Eigenregie und in gemeinnütziger Form betreiben. „Eine sensationelle Idee, die ich voll unterstütze“, so Lorenz Potocnik von Neos Linz. „Im Wimhölzel-Hinterland kommt ja alles neu, da ist ein so schönes, altes Bauwerk aus den 1950er Jahren genau richtig um etwas Identität zu stiften. Ich hoffe die Stadt kann sich durchringen, die engagierten Bürger zu unterstützen. Die Zustimmung der Neos gibt es.“

Das Ansinnen sei von den Bürgern bereits an die Stadtpolitik herangetragen, es habe auch bereits erste positive Signale gegeben. „Ich hoffe, Bürgermeister Luger und Co. erkennen die Chance, hier dem Franckviertel etwas zurückzugeben und das Engagement der Bürger zu unterstützen“, fordert Potocnik. Die Stadt müsse ihren Beitrag leisten und das Gebäude sanieren. Danach soll es den Menschen zur Eigenverwaltung übergeben werden, um den Bau gemeinnützig zu beleben. „Das Engagement der Bewohner ist unbezahlbar, die Investition lohnt sich sicher“, so Potocnik.

Potocnik als „Feuerwehr“

Sollten die Stadt wider Erwarten keine entsprechende Lösung finden, stünde Lorenz Potocnik als „Feuerwehr“ bereit: „Dann werde ich darum kämpfen, dass die Bürger ihre Idee als Crowdfunding-Projekt umsetzen, das Gebäude zu einem symbolischen Preis kaufen und dann die Sanierung in Eigenregie umsetzen können. Wir schaffen das!“

Die Kosten von rund 150.000 bis 200.000 Euro seien durchaus zu stemmen, so Potocnik. Ähnliche Projekte in anderen Kommunen hätten das bereits mehrfach bewiesen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden