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Mit Fluch-Masche zu Millionen: Betrügerin (44) aus Niederösterreich auf der Flucht

Tips Logo Verena Beneder, LL.B., 10.02.2025 18:23

MARIA ENZERSDORF. Eine skrupellose Betrügerin hat mit einer perfiden Fluch-Masche Opfer in Österreich, Deutschland und der Schweiz um Millionen gebracht. Sie gab sich als Wahrsagerin aus und versprach, dunkle Mächte zu bannen – gegen hohe Geldsummen.

Symbolbild: alexkich/stock.adobe.com
Symbolbild: alexkich/stock.adobe.com

Die selbsternannte Schamanin befindet sich derzeit auf der Flucht, die Polizei entdeckte derweil in einem Haus in Maria Enzersdorf ein Vermögen im zweistelligen Millionenbereich. Ihr 29-jähriger Sohn sitzt bereits in Untersuchungshaft.

Opfer gezielt manipuliert

Die Masche der Betrügerin war perfide: Die 44-jährige Mariana M., bekannt als „Amela“, sprach gezielt Menschen vor Apotheken und Arztpraxen an. Sie warnte vor vermeintlichen Flüchen oder bevorstehenden Todesfällen und bot „Reinigungsrituale“ an – für horrende Summen. Eine 56-jährige Wienerin zahlte ihr in drei Etappen insgesamt 730.000 Euro. Nachdem die letzte Übergabe erfolgt war, brach „Amela“ den Kontakt ab. Eine unbekannte Frau behauptete am Telefon, die Schamanin sei nach einem Ritual ins Koma gefallen. Erst dann erstattete das Opfer Anzeige.

Millionenfund in Geheimtresor

Monatelange Ermittlungen führten die Polizei schließlich nach Maria Enzersdorf. Bei einer Hausdurchsuchung in der Villa ihres 29-jährigen Sohnes entdeckten die Beamten einen versteckten Tresorraum. Darin befanden sich Berichten zufolge 4,1 Millionen Euro Bargeld, 2,1 Millionen Schweizer Franken, 5.100 US-Dollar, 500 Deutsche Mark, Schmuck, Luxusuhren, 25 kg Gold sowie mehrere Schusswaffen und okkulte Gegenstände. Die Ermittler vermuten, dass das Vermögen aus betrügerischen Machenschaften stammt.

Fahndung auf Hochtouren

Während die Betrügerin untergetaucht ist, wurde ihr Sohn wegen Geldwäscheverdachts festgenommen. Die Polizei sucht nun europaweit nach weiteren Opfern. Ein internationaler Haftbefehl wurde erlassen – auch in Serbien wird nach der Frau gefahndet.


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