Den Gefahren der Waldarbeit mit Weiterbildung trotzen
Ö. Forstarbeiten zählen nach wie vor zu den risikoreichsten Tätigkeiten in der Arbeitswelt. Schwere Arbeitsunfälle, auch mit tödlichem Ausgang, kommen in der Branche wiederholt vor.

Insgesamt mehr als 80 Experten und Praktiker aus Österreich, Deutschland und der Schweiz kamen deshalb bei der Fachveranstaltung „Woodmaster 2025“ in Fuschl am See zusammen, um innovative Techniken und praxisorientierte Lösungen für eine sichere Forstarbeit zu entwickeln und gemeinsam Präventionsstandards zu definieren.
Grundlage für eine sichere Fällung ist jedenfalls auch die sichere Baumbeurteilung, sagt Johann König, Präsident der Landarbeiterkammer Salzburg, aus: „Fehlbeurteilungen, wie beispielsweise zu Vor- oder Rückhängern oder zum Festlegen des Rückweicheplatzes, können zu gefährlichen Situationen führen. In der Praxisausbildung legen wir daher ein besonderes Augenmerk auf die präzise Baumbeurteilung. Auch wenn das Zeit in Anspruch nimmt - es zahlt sich aus.“
Baumbeurteilung: Buche und Eiche werden oft falsch eingeschätzt
Genau zu diesen Problemstellungen aus der Forstpraxis leistet die Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien innovative Forschungsarbeit, wie Karl Stampfer, Leiter des Instituts für Forsttechnik, erklärt: „Insbesondere bei Buche und Eiche wird der Schwerpunkt und damit die beste Fällrichtung oft falsch eingeschätzt und das Seil nicht an richtiger Stelle (möglichst über dem Schwerpunkt) angebracht. Wir sind dran, die Schwerpunkte von Bäumen mit Laserscanning und mathematischen Methoden exakt zu berechnen. Dadurch kann genau bestimmt werden, welche minimierten Kräfte notwendig sind, um einen Baum zu Fall zu bringen.“
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden