BEHAMBERG. Alois Rottenschlager, Gründungsmitglied der Theatergruppe Behamberg, verstarb am 19. März unerwartet im 75. Lebensjahr.

Rottenschlager besuchte nach den Pflichtschulen in Behamberg und Haag die HTL in Steyr. Für den Volksschüler Alois war es eine heile Welt als Ministrant, Sternsinger und Ratschen-Bub; später war er Mitglied beim Kirchenchor. Unvergesslich für ihn waren die wöchentlichen Violine-Stunden. Nach der Matura inskribierte er an der TU Wien Wirtschaftsingenieurwesen. Ein Jahr vor erfolgreichem Abschluss des Studiums wurde Rottenschlager Zivildiener beim Roten Kreuz Steyr.
Ab September 1981 war er drei Jahrzehnte lang Mitarbeiter bei BMW Steyr in führender Position. Rottenschlager arbeitete dort bis zu seiner Pensionierung. Die Zeit bei BMW war für den Behamberger eine schöne, aber auch spannende und sehr fordernde Zeit.
Siebenfacher Vater
Rottenschlager wusste bereits in jungen Jahren, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht. 1978 heiratete er seine geliebte Elfriede. In den darauffolgenden zwölf Jahren erblickten ihre sieben Kinder das Licht der Welt. Sie und seine mittlerweile 14 Enkelkinder waren sein ganzer Stolz.
25 Jahre arbeitete Rottenschlager als erfolgreicher Regisseur bei der Theatertruppe Behamberg. Das „Weiße Rössl“ im Jahr 2002 war der krönende Abschluss, denn im Alter von 51 Jahren erlitt der Behamberger seinen ersten schweren Herzinfarkt und wurde gezwungen, leiser zu treten.
Flüchtlinge unterstützt
Untätig war aber dennoch nie: Mit Unterstützung seiner Gattin Elfi betreute er Flüchtlinge aus Kambodscha, Bosnien und sehr intensiv aus Syrien. Alle haben sich mit ihrer Hilfe in Österreich vorbildlich integriert.
Rottenschlager war sehr belesen, christlich und am Weltgeschehen interessiert. Als gläubiger und spiritueller Mensch sah er die Dinge mit Weitblick. Er unterstützte auch ständig die Emmaus Gemeinschaft in St. Pölten, die sein Bruder Karl vor Jahrzehnten aufgebaut hat.
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