OTTENSHEIM. Sie hatten bereits Auftritte in Ottensheim, Linz, Wien und Bregenz und begeistern mit ihrem rockigen Musikstil. Die Jugendredakteurin Irina Dannhofer hat sich mit den Bandmitgliedern von „Trouble by Design“ getroffen und mit ihnen über ihre Anfänge und Zukunftswünsche gesprochen.

Kennengelernt haben sich die beiden im Kindesalter beim Fußball spielen, erzählen Julius Sigl (Sänger und Gitarre) und Jakob Wengler (Schlagzeug) der Band „Trouble by Design“. Sie stammen aus der Gemeinde Ottensheim im Bezirk Urfahr-Umgebung, wo auch der Entschluss kam, Musik zu machen und die ersten Ideen entstanden. Der Name entstand durch intensives Brainstorming. Mit knapp 100 Vorschlägen, befragten sie Freunde und Bekannte, die mitentscheiden durften, bis schließlich nur noch einer übrig blieb. Ihren Musikstil beschreibt die Rockband als neu, intensiv und: „Gezielt gut gemischt“. Was aus Langeweile und einem dahin jamen (= das Spielen von unbekannten, harmonischen Melodien) begann, entwickelte sich zu richtigen Songs. Von den Grundmelodien zu einem fertig getexteten Song brauchen die beiden ungefähr vier Stunden. Danach werden nur noch Kleinigkeiten ausgebessert oder verändert. Das aller erste selbstgeschriebene und erzeugte Lied der Musiker ist „Spleen“. Seit März 2018 ist Valentin Weibold (Bass) ein weiteres Mitglied der Band.
Bandauftritte
„Vorbereitend auf einen Auftritt gehen wir gerne ins Wasser, um einen klaren Kopf zu bekommen, sollten dies die Wetterverhältnisse und die Jahreszeit zulassen.“ Dabei kann es manchmal zu kleinen Verspätungen kommen, „Überpünktlichkeit“, wie sie es scherzend nennen. Hinter der Bühne verbringen sie die Zeit dennoch damit, sich gegenseitig zu motivieren, um die leicht aufkommende Nervosität zu unterdrücken. Von Auftritt zu Auftritt wird dieses Gefühl aber schwächer. Der letzte Auftritt am Open Air Ottensheim war für die Band, „ein sehr besonderer Moment. In der eigenen Heimat zu spielen ist auf jeden Fall anders.“ Unter den über 200 anwesenden Leuten waren auch viele Bekannte und Unterstützer aus der eigenen Gemeinde.
Ziele und Zukunft
Ihre EP wurde im Jänner 2018 veröffentlicht. Für das erste eigene Album sind 10 bis 11 neue Songs geplant, die alle schon aufgenommen wurden. Letztendlich muss alles nur mehr gemixt, gemastert und dann verbreitet werden. Im kommenden Jahr erscheint das erste Album. „Es wird nicht das letzte bleiben.“ In zehn Jahren sieht sich die Band „unter einer Brücke – aber in New York“, sagen beide mit einem Lachen. Ins Ausland gehen ist ihr Plan „Kuh gegen Känguru tauschen“, denn in Australien können sie sich vorstellen einmal zu leben und wenn es nur für ein Jahr ist. Ziel ist eine eigene Tour, vor 1000 Leuten zu spielen und in späterer Zukunft auf einem großen Festival in England. Hauptberuflich Musik zu machen und davon leben zu können, ist dabei ihre Intention. „Wir machen es so lange bis es funktioniert. Es ist nicht leicht, aber wir wollen es schaffen.“
Ihr nächster fixer Auftritt findet am Donnerstag, 29. November 2018 in der Stadtwerkstatt Linz statt.
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