Schüchternheit ist eine Frage der Persönlichkeit und des Selbstwertgefühls. Mangelndes Selbstwertgefühl bei Kindern zeigt sich heutzutage oft auch in anderer Form: durch Überspielen mit „coolem“ Gehabe, frechen Sprüchen, Gruppenabhängigkeit.
Schüchternheit der Kinder erfordert viel Geduld seitens der Eltern, weil es uns doch selbst unangenehm ist, unseren Nachwuchs weinend und stotternd, statt als sonnigen Helden zu erleben. Da nützt nur eines: Solidarität und die Überzeugung ausstrahlen, dass es kein Problem ist, Probleme zu haben, weil das zum Leben dazuhört. Wichtig ist: da sein, einen geschützten Rahmen anbieten und dem Kind Zeit lassen: „Ich begleite dich. Sag, was du möchtest!“ Das gibt Ihrem Kind Mut, für sich selbst zu sprechen und Erfolgserlebnisse zu verbuchen. Gab es eine kleine Blamage und taucht ein Problem häufiger auf, müssen Sie Ihrem Kind ermöglichen, seine Gefühle auszudrücken, denn dort sitzt ja auch die Blockade. Was für Erwachse lächerlich und unbedeutend scheint, sieht aus der Perspektive des Kindes oft ganz anders aus. Statt ihm seine Bedenken auszureden stellen Sie lieber Fragen, die ihm helfen, zu dem Schluss zu kommen: „Das ist ja nicht so schlimm.“ Überlegen Sie, welche Herausforderungen für Ihr Kind gerade passen und welche Rahmenbedingungen nötig sind, um ihm zu kleinen Stufen des Erfolges zu verhelfen. Und vergessen Sie nicht: Das wichtigste Vitamin zum Auftanken des Selbstwertgefühls ist Ihre Liebe und Aufmerksamkeit.
Kontakt: Mag. Maria Neuberger-Schmidt www.elternwerkstatt.at, Tel.: 01/66 22 006