Kirchen, Türme, Brücken, große Kultur und glanzvolle Feste: Erfurt begeistert mit mittelalterlichem Charme und reicher Geschichte, mit Lebensfreude und Gastlichkeit. Gelegen am Kreuzungspunkt alter deutscher und europäischer Handelsstraßen, ist die Landeshauptstadt Thüringens seit je Treffpunkt und Heimat bedeutender Geister, selbstbewusstes, stolzes Zentrum der Erneuerung und Magnet für Besucher aus der ganzen Welt.
Türmereiches Erfurt – so rühmte einst die Stadt, weil sich die Türme von 25 Pfarrkirchen, 15 Klöstern und Stiften und zehn Kapellen in den Himmel recken. Allen voran Mariendom und Severikirche, ein in Europa einzigartiges Ensemble architektonischer Meisterwerke der deutschen Gotik. Im Inneren des Doms beeindruckt besonders der Chor, dessen 13 fast 18 Meter hohe Glasfenster einen farbenprächtigen Zyklus bilden. Prächtig ist auch die „Gloriosa“, die größte frei schwingende mittelalterliche Glocke der Welt. Heute werfen die Kirchtürme ihre Schatten auf die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser und schönen Renaissancebauten des historischen Stadtkerns – und auf die jährlichen DomStufen-Festspiele, eines der schönsten Freilufttheaterevents Deutschlands. Das Augustinerkloster, in dem Martin Luther fünf Jahre lebte, die Predigerkirche oder die Festungsanlagen der itadelle Petersberg sind großartige Beispiele mittelalterlicher und neuzeitlicher Baukunst. Wozu unbedingt auch die alte Synagoge gehört, die älteste bis zum Dach erhaltene Synagoge Europas, heute ein außergewöhnliches Museum zur jüdischen Geschichte. Teil des Museums ist auch ein 2007 in der Nähe gefundenes jüdisches Ritualbad. Erfurt ist aber nicht nur eine Stadt sakraler Bauwerke – sondern auch der Brücken. 142 davon gibt es, sie überspannen die Gera und ihre Nebenarme oder auch den Flutgraben entlang der einstigen Stadtmauer. Die berühmteste unter ihnen ist sicher die Krämerbrücke, die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas.