Tradition und Herzlichkeit beim Liebstattsonntag in Gmunden
GMUNDEN. Am vierten Fastensonntag fand in Gmunden der traditionelle Liebstattsonntag statt, der jedes Jahr zahlreiche Besucher aus nah und fern an den Traunsee lockt. Unter den Gästen waren auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander betonte die Bedeutung des Brauchs für das Miteinander: „Es ist gerade in Zeiten wie diesen besonders wertvoll, wenn so viele Menschen zusammenkommen, gemeinsam feiern und sich mit Lebkuchenherzen beschenken.“ Auch Manfred Haimbuchner hob die verbindende Kraft des Liebstattsonntags hervor: „Es sind gerade diese Bräuche, die uns verbinden und uns daran erinnern, was wirklich zählt.“
Ein Tag voller Brauchtum und Gemeinschaft
Der Ursprung des Liebstattsonntags reicht bis ins Jahr 1641 zurück. Damals wurden Bedürftige zu einem Festmahl eingeladen, um ihnen die „Liebe zu bestatten“ (= bestätigen). Heute beschenken sich die Menschen mit Lebkuchenherzen. Seit 2014 zählt der Brauch zum Immateriellen Kulturerbe der Unesco.
Nach einer festlichen Messe zog ein Festzug mit Trachtengruppen und Musikkapellen durch die Altstadt zum Rathausplatz, wo Lebkuchenherzen als Zeichen der Zuneigung verschenkt wurden. Bei Musik, kulinarischen Spezialitäten und Handwerkskunst genossen Besucher die Atmosphäre.
Die Liebe besiegt alles
Trotz unfreundlichen Wetters am Vormittag strahlten am Nachmittag Sonne und Besucher gleichermaßen. Tausende Lebkuchenherzen fanden ihre Empfänger, während strahlende Gesichter den Rathausplatz und die Esplanade füllten.
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