LINZ. Seit 2017 wird in Oberösterreich mit der Aktion „Natur im Garten“ (NiG) ein zusätzlicher Schwerpunkt auf den Erhalt der Artenvielfalt gelegt. Die Kernkriterien legen fest, dass Gärten und Grünräume ohne chemisch-synthetische Dünger, ohne Pestizide und ohne Torf gestaltet und gepflegt werden.

Jeder Garten hat seinen eigenen Charakter und wird durch seine Form und individuelle Gestaltung einzigartig. Dennoch gibt es in naturnah gestalteten Gärten eine Gemeinsamkeit: die Vielfalt. Je vielfältiger und bunter die Lebensräume, desto artenreicher zeigt sich auch die Tierwelt. Bei der Staudenbepflanzung wird besonderes Augenmerk auf für die Insektenwelt wertvolle Pflanzen gelegt. In den ungefüllten Blüten finden viele Nützlinge Nahrung, denn diese liefern Nektar und Pollen. Verzichtet wird auf gefüllte Blüten, denn diese lassen trotz ihrer Schönheit die Bestäuber hungern.
Bäume sind besonders wichtig - für Mensch und Tier. Egal ob man über einen großen oder kleinen Garten verfügt, es gibt immer einen geeigneten Baum passend für den jeweiligen Standort! Kein Schatten ist so wertvoll wie der eines Baumes! Trockensteinmauern schaffen für Pflanzen und Tiere ganz besondere Lebensräume. Eine Mulchdecke auf den Blumen- und Kräuterbeeten verhindert das Aufkommen von ungeliebten Beikräutern und sorgt für ein ausgewogenes Feuchteverhältnis. Was dem Garten entnommen wird (z. B. Strauchschnitt, Mähgut oder ausgejagte Beikräuter) wird dem Garten in Form von wertvollem organischen Dünger, dem Kompost zurückgegeben.
Auch in kleinen Gärten findet Vielfalt Platz und mit Hilfe der Kriterien von NiG kann mit einfachen Methoden eine Oase für Menschen, Tiere und Pflanzen entstehen.
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