Dreister Betrug: Rathaus-Mitarbeiter kassiert 750.000 Euro für Überstunden
BAD SACHSA. In einer deutschen Kleinstadt sorgte der Mitarbeiter eines Rathauses für einen dreisten Betrug. Er soll sich hunderttausende Euro für Überstunden ausgezahlt haben – wofür er täglich 27 Stunden hätte arbeiten müssen.

Schon Anfang Januar wurde das Rathaus der deutschen Kleinstadt Bad Sachsa im Bundesland Niedersachsen nach Untreuevorwürfen durchsucht - nun kommen jedoch neue Details ans Licht.
Laut Recherchen von „RTL“ soll sich ein Mitarbeiter der Stadt fünf Jahre lang selbst das Dreifache seines eigentlichen Gehalts zusätzlich zu seinem normalen Einkommen ausgezahlt haben. Bei normaler Arbeitszeit würde der Mann eigentlich 50.000 Euro im Jahr verdienen, laut dessen Rechnung sind es aber deutlich mehr.
Er soll dem Bericht zufolge angegeben haben, rund 19 Überstunden pro Tag zu absolvieren und dadurch 500.000 Euro pro Jahr kassiert haben. Aufgefallen ist dies niemandem. Auch nicht, dass der Mann in diesem Szenario 27 Stunden pro Tag arbeiten hätte müssen, um auf diese Summe zu kommen.
Gesamtschaden beläuft sich auf 750.000 Euro
Beim Rechnungsprüfamt ist dieser Betrug erst jetzt aufgefallen. Insgesamt zahlte sich der Stadt-Mitarbeiter über die fünf Jahre wohl circa 750.000 Euro aus. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat sich dem Betrug nun angenommen und ermittelt wegen Untreue. Sollte der Verdächtige verurteilt werden, könnten ihm bis zu vier Jahre im Gefängnis drohen.
Mitarbeiter noch im Dienst
Aktuell befindet sich der Mitarbeiter einer Pressemitteilung des Bürgermeisters der Stadt Bad Sachsa zufolge aber noch im Dienst – es gilt die Unschuldsvermutung. Der Bürgermeister selbst ist kein Beschuldigter des Verfahrens.
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