Frühling oder Frost? Wetter-Chaos spaltet Europa – Experten warnen vor neuer Kältewelle
EUROPA. Während sich viele bereits auf den Frühling freuen, zeigt sich das Wetter in Europa unberechenbar: Von sommerlichen Temperaturen bis zu Schneestürmen ist alles dabei. Meteorologen warnen vor einem gefährlichen Kälterückfall.

Wetterextreme sorgen derzeit in ganz Europa für Verwirrung – und Unsicherheit. Während in Südspanien die Menschen bei fast 28 Grad im T-Shirt durch die Straßen flanieren, kämpft Mitteleuropa mit einem plötzlichen Wintercomeback. Besonders in Österreich, Deutschland und der Schweiz erwarten Meteorologen erneut Schneefall bis in tiefe Lagen – Ende März wohlgemerkt.
Frühling macht Pause – und das mitten im Aufblühen
Noch vor wenigen Tagen schien der Frühling bereits in vollem Gange: Allergiker litten unter hohen Pollenwerten, Gartenmärkte feierten Rekordumsätze und Frühlingsgefühle lagen in der Luft. Doch nun zieht eine markante Kaltfront aus Nordosten über den Kontinent. Laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien könnte es in manchen Regionen sogar wieder zu nächtlichem Dauerfrost kommen.
Kälteeinbruch mit Folgen
Vor allem die Landwirtschaft zeigt sich alarmiert. In weiten Teilen Niederösterreichs und der Steiermark stehen Obstbäume bereits in der Blüte – ein Spätfrost könnte zu massiven Ernteausfällen führen. Auch für Autofahrer wird es wieder gefährlich: Glätte und Schneematsch sind vor allem in höheren Lagen möglich. Der Winterdienst bleibt in vielen Regionen daher weiterhin in Bereitschaft.
Wetterexperten uneins – kommt jetzt ein Polarwirbel-Split?
Wissenschaftler diskutieren derzeit einen möglichen „Polarwirbel-Split“ – ein atmosphärisches Phänomen, das arktische Kaltluft weit nach Süden drückt. Ob dieser Effekt im April erneut zuschlägt, ist noch unklar. Klar ist jedoch: Der April bleibt seinem Ruf treu, wettertechnisch unberechenbar zu sein.
Was das für uns bedeutet
Der Frühling ist also alles andere als sicher. Experten raten, Gartenarbeiten noch etwas zu verschieben und wetterempfindliche Pflanzen zu schützen. Wer Reisen plant, sollte flexibel bleiben – das Wetter zeigt sich derzeit von seiner launischsten Seite.
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