„Update Social“: 48 Stunden für soziale Innovationen
OÖ/LINZ. Um Ideen für innovative Projekte für die Sozialwirtschaft zu sammeln, starten das Linz Institute of Technology an der JKU, Land OÖ und die Volkshilfe OÖ das neue Format „Update Social“. 48 Stunden lang können Interessierte sich engagieren und gemeinsam Ideen entwickeln, im Open Innovation Center in Linz und online.

Das neue Format „Update Social“ beschäftigt sich mit zentralen Fragestellungen und Herausforderungen in den Themenfeldern Pflege und Betreuung, inklusive Gesellschaft und Arbeit im Sozialbereich.
Mit dem einzigartigen Projekt in Österreich werden Vertreter aus der Sozialwirtschaft, der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander verknüpft, um innovative Projekte für die Sozialwirtschaft zu erdenken. Der Ideenreichtum der Zivilgesellschaft soll auf die Umsetzungskraft des Landes treffen.
Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Linz Institute of Technology an der Johannes Kepler Universität in Kooperation mit dem Open Innovation in Science Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. Das Land OÖ ist Schirmherr und Partner, die Volkshilfe OÖ schlägt als Partner die Brücke zu den Sozialorganisationen.
Oberösterreichs Stärken nutzen
Das erklärte Ziel sei es, die Stärken des Bundeslandes zu nutzen, um den Herausforderungen aktiv zu begegnen. „Oberösterreich ist ein starker Forschungs- und Wirtschaftsstandort, der mit innovativen Ansätzen immer wieder seine Zukunftsfähigkeit unter Beweis stellt. Es braucht gerade diese innovativen Ideen und Lösungen, um Antworten auf die Fragen unserer Zeit zu haben“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Aus einigen dieser Antworten wolle man auch gleich die Umsetzung herbeiführen.
Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) ergänzt: „Der klare Anspruch ist: Wir wollen Innovationshotspot im Bereich Pflege und Soziales werden. Wir haben eine starke Wirtschaft, eine starke Wissenschaft und einen enorm engagierten Sozialbereich. Das Konzept ist der Versuch, so etwas wie eine interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsabteilung zu schaffen.“
48 Stunden für Soziale Innovationen
Aktuell läuft die Vorbereitungsphase, in der noch Fragestellungen und Herausforderungen eingereicht werden könne.
Von 21. bis 23. April findet dann die 48-Stunden-Ideenwerkstatt statt, im Open Innovation Center in Linz sowie online kann teilgenommen werden. Mitmachen können Organisationen aus der Zivilgesellschaft, interessierte Bürger, die Wissenschaft sowie die öffentliche Verwaltung.
„Was kann passieren, wenn wir Menschen mit kreativem Potenzial aus allen Bereich zusammenzubringen – Menschen aus Sozialwirtschaft, aus Wissenschaft wie der JKU und den FHs, Vertreter aus der Zivilgesellschaft und aus der Wirtschaft. Alle haben ein Ziel: neue Lösungen für den Sozialbereich zu entwickeln und bestehende Lösungen zu prüfen und zu verbessern“, so Thomas Gegenhuber vom Linz Institute of Technology zu dem Experiment.
Jury vergibt Anerkennungspreise
Bereits eingereichte Fragestellungen seien etwa „Wie können die Chancen der Digitalisierung genutzt werden, um die Pflege und Betreuung alter Menschen und die Hilfestellungen für deren Angehörigen zu Hause in Zukunft leichter zu gewährleisten?“, „Wie können Menschen mit Beeinträchtigungen besser unterstützen beziehungsweise deren Angehörige mehr entlastet werden?“ oder „Wie können die Chancen der Digitalisierung genutzt werden, um das Ehrenamt zu erneuern beziehungsweise das ehrenamtliche Engagement der Menschen in Oberösterreich weiter zu fördern?“
Das ganze Wochenende geht es darum, neue Ideen zu generieren und soweit als Konzept zu entwickeln, um dieses am Schluss einzureichen. Aus den entwickelten Ideen wählt eine Jury fünf Konzepte für einen Anerkennungspreis zu je 1.000 Euro. Für die Umsetzung werden Umsetzungsstipendien in Höhe von 20.000 Euro vergeben, die Projektteams bei der Umsetzung begleitet.
Gegenhuber geht davon aus, dass rund 70, 80 Teilnehmer mitmachen werden, um die zehn, 15 Ideen entstehen – „wenn zwei, drei gute Ideen realisierbar sind, ist das ein guter Erfolg“. Auch Jasmine Chansri, Volkshilfe OÖ-Geschäftsführerin, glaubt, „dass zwei, drei konkrete Sachen rauskommen. Mann muss nur wagen, den Mut haben, ich glaube, wir werden erfolgreich sein“.
Infos/Teilnehmen
Mehr Infos unter updatesocial.org, dort kann man auch Fragen einreichen. Interessierte, die mitmachen wollen, können sich per Mail unter info@updatesocial.org melden.
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