Simbach. Ein Relikt aus alter Zeit steht sozusagen abfahrbereit in der Simbacher Au. Der Triebwagen VB98, dunkelrot und mit Rundungen geformt, erinnert an die Zeit, als die Bahnlinie von Simbach nach Pocking noch bestand. Jetzt wurde die neue Attraktion von den beiden Geistlichen Dekan Joachim Steinfeld und Pfarrer Christian Muschler gesegnet.

Die Gäste waren zahlreich der Einladung von Alfred Feldmeier gefolgt, der die Initiative zum „Eisenbahnerplatzerl“ ergriffen hatte. Das einzige Überbleibsel aus der guten alten Eisenbahnlinie Simbach-Pocking ist das Viadukt, das bis vor einigen Jahren am Kreuzberger Bahndamm das Ende bildete. Nachdem der Bahndamm rückgebaut und die Straßenführung verlegt wurde, stand das Baudenkmal eher störend bzw. verstörend in der Au, denn nur noch Ältere erinnerten sich an die Schienenverbindung. Und so kam die Idee auf, den Platz aufzuwerten. Mit der Restaurierung eines VB 98 Beiwagens der Eisenbahnfreunde Passau hatte man den richtigen Eyecatcher gefunden, der durch Zuschüsse der Bürgerstiftung und eine umfassende Crowdfunding-Aktion finanziert wurde. Mit richtigen Schienen, Signalen und erklärenden Tafeln ist das Platzerl jetzt ein „Symbol der Simbacher Geschichte“ geworden, wie es Bürgermeister Klaus Schmid bei der Eröffnung bezeichnete.
Museumsfest
Nach dem Segnungsakt nutzten die Besucher noch die Möglichkeit, den Triebwagen zu besichtigen und wussten viele Erinnerungen an die Fahrt in der Eisenbahn anno 1970 zu erzählen. Bei anschließenden Fest am Heimatmuseum nutzten viele auch noch die Gelegenheit sich in die 150-jährige Geschichte der Eisenbahn Simbach-Braunau einzulesen. Die Ausstellung ist noch bis 28. Juli zu sehen.
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