Donnerstag 27. März 2025
KW 13


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Jede zehnte Frau ist von Endometriose betroffen

Tips Logo Online Redaktion, 14.07.2020 13:09

OÖ. Bauchkrämpfe, Rückenschmerzen oder auch Erschöpfungszustände – Endometriose macht sich auf verschiedene Arten bemerkbar. Die Diagnose wird oft spät gestellt – auch weil die Krankheit noch sehr unbekannt ist.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Bei der Endometriose (Endometrium ist die Gebärmutterschleimhaut) siedeln sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter an. Diese Zellen reagieren ebenso auf Hormone wie normales Gebärmuttergewebe – somit kann es bluten und Schmerzen verursachen, insbesondere vor und nach den Menstruationsperioden. Dieses sogenannte versprengte Gebärmuttergewebe kann sich zudem entzünden, vernarben und in anderen Organen entwickeln.

„Zuallererst: Endometriose ist eine gutartige Erkrankung. Sie äußert sich durch starke Menstruationsschmerzen bzw. Schmerzen im Unterbauch, die auch vor der Menstruation oder davon unabhängig auftreten können. Sie fühlen sich krampfhaft an und können auch mit Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen einhergehen und bis in die Beine oder den Rücken ausstrahlen,“, erklärt Lukas Hefler , Fachgruppenvertreter-Stellvertreter für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Ärztekammer für Oberösterreich.

Zehn Jahre bis zur Diagnose

Bis zur Diagnose vergehen durchschnittlich zehn Jahre, die oft von starken Schmerzen vor oder während der Menstruation, beim Geschlechtsverkehr, Urinieren oder Stuhlgang geprägt sind. „Oftmals denken Patientinnen die Bauchkrämpfe gehören zu einer 'normalen' Menstruation dazu, dem ist aber nicht so. Daher ist es wichtig, dass Frauen genau auf ihren Körper hören und bereits kleine Veränderungen mit ihrem Frauenarzt besprechen, denn nur so kann die Diagnose früher gestellt werden – das erspart Patientinnen mitunter langjährige Schmerzen.“

Ursache ist unklar

Nach wie vor ist nicht ganz klar, warum sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Mögliche Auslöser können ein Rückstau des Menstruationsblutes in die Eileiter, Hormonstörungen oder eine erbliche Veranlagung sein.

Diagnose & Therapie

Meist wird zur Diagnosestellung eine gynäkologische Tast- und Sichtuntersuchung durchgeführt und mit der Ultraschalluntersuchung der Verdacht bestätigt. „Durch eine Bauchspiegelung, also einem endoskopischen operativen Eingriff werden die Wucherungen entfernt und danach feingeweblich untersucht. Erst dann kann klar gesagt werden, ob es sich um Gebärmutterschleimhautzellen handelt“, erklärt Hefler.

Mit Medikamenten oder Hormontherapie können die Schmerzen gelindert werden. Einzig eine Operation kann längerfristig die Beschwerden beseitigen, „jedoch treten bei 15 Prozent der operierten Frauen nach fünf Jahren wieder Endometrioseherde auf, denn nach wie vor kann die Ursache der Erkrankung nicht behandelt werden“, gibt der Mediziner zu Bedenken.

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Schmerzen kennen keinen Lock-down

Schmerzen kennen keinen Lock-down

Physiotherapie Elke Schmidt in Mattighofen

Daniel Lang
Abschlussfeier der Schule für Sozialbetreuungsberufe des BFI OÖ

Abschlussfeier der Schule für Sozialbetreuungsberufe des BFI OÖ

Freudensprünge aufgrund der hervorragenden Leistungen bei den Abschlussprüfungen unserer Absolventinnen und Absolventen.  

Tips - total regional SOB Steyr
Kräuterführung entlang der Großen Mühl

Kräuterführung entlang der Großen Mühl

Auf einem Rundgang entlang der Großen Mühl lernen wir heimische Heilpflanzen und Wildkräuter und deren Verwendung kennen.

Tips - total regional Waltraud Gadermaier
Kräuterführungen und Workshops im BöhmerWaldGarten

Kräuterführungen und Workshops im BöhmerWaldGarten

Auf dem Rundgang durch den BöhmerWaldGarten entdecken wir die wuderbare Welt der  Heilpflanzen und Wildkräuter und lernen ihre ...

Tips - total regional Waltraud Gadermaier
Expertentipps der Augenoptiker: Nur, wer gut sieht, fährt auch sicher und unfallfrei

Expertentipps der Augenoptiker: "Nur, wer gut sieht, fährt auch sicher und unfallfrei"

OÖ. Statistisch gesehen, passieren die meisten Verkehrsunfälle im Sommer. Ein wesentlicher Faktor dabei ist das schlechte Sehen. Dieses Jahr ...

Tips - total regional Nora Heindl
Radfahren verlernt man nicht, gewisse Vorschriften geraten aber allzu oft in Vergessenheit

Radfahren verlernt man nicht, gewisse Vorschriften geraten aber allzu oft in Vergessenheit

OÖ. Radfahren ist in Covid-19-Zeiten beliebter denn je. Das Fahrrad ist wegen des geringen Infektionsrisikos ein optimales Fortbewegungsmittel, ...

Tips - total regional Nora Heindl
Neue Währung im Donaumarkt Mauthausen

Neue Währung im Donaumarkt Mauthausen

Mit Vollgas in die neue, corona-reduzierte Museums-Saison, startet der Heimat- und Museumsverein Mauthausen am 5. Juli, denn da werden die Schlossmuseen im ...

Gottfried Kraft
JKU entwickelt Gerät, das Tumorzellen zerschreddert

JKU entwickelt Gerät, das Tumorzellen "zerschreddert"

LINZ. Metastasen im Körper einfach zerschreddern – was so simpel klingt, könnte tatsächlich möglich werden. Ein an der Johannes Kepler ...

Tips - total regional Karin Seyringer