LONDON. Seit zehn Monaten ist Jugendredakteurin Lisa Stallinger im Ausland. Doch was überwiegt? Die Freude über die neuen Erfahrungen oder die Sehnsucht nach Österreich?

Ich sitze sonntags mit einer Stunde Zeitverschiebung am Mittagstisch mit meiner Familie. Wie das geht? Internet, Videotelefonie und Tablet als Übertragungsmedium machten es möglich. Was aber tatsächlich fehlt: der von Oma zubereitete Schweinebraten, den die ganze Familie isst. Aber nicht nur der Schweinebratenentzug ist schwer. Seit ich im Ausland lebe, bin ich großer Mohnflesserl- und Neapolitaner Schnittenfan. Beides österreichische Schmankerl, die ich zu Hause so gut wie nie gegessen habe.
Wenn der „Heimhunger“ dann unerträglich wird, mache ich einen Abstecher in ein österreichisches Restaurant in London. Um dann etwas enttäuscht in Englisch bestellen zu müssen, da der Kellner mit meinem Dialekt überfordert ist.
Heimurlaub kompakt
Heimweh kommt dann, wenn man nach dem viel zu kurzem Heimurlaub wieder in der Wahlheimat ankommt und merkt, dass daheim doch so einiges los ist. Freunde kaufen Wohnungen, haben neue Jobs oder treffen neue Freunde. In Linz beginnts - und es geht auch ohne mich weiter.
Begleitend zum Artikel verlosen wir 2x1 Postkarte aus London mit der Illustration „Heimweh“ der mailändischen Illustratorin Margherita Bertellini.
Tagesaktuelle Geschehnisse aus London auf Instagram @lisaschneeweiss oder meine Arbeiten auf www.lisastallinger.at
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