SCHLEISSHEIM. Wenn Bürgermeister Johann Knoll gefragt wird, was es über Schleißheim zu erzählen gibt, dann fällt ihm aktuell nur Positives ein. „Corona ist natürlich auch für die Gemeinden eine große Herausforderung“, so Knoll, aber das Kommunale Investitionsprogramm des Bundes hat Schleißheim auch vieles ermöglicht.

Einige kleinere Projekte können deshalb in Kürze umgesetzt werden. Zum Beispiel ein von der Bevölkerung gewünschtes öffentliches WC am Gemeindeamt. Dem Klimaschutz will man mit einer zusätzlichen Photovoltaikanlage auf dem Dach der Volksschule und einer E-Tankstelle bei der Gemeinde dienen. „Außerdem wollen wir relativ viele Radabstellplätze im Ortszentrum und – um diese zu unterstützen – auch bei den Gastronomen errichten“, vervollständigt Knoll die Liste der Maßnahmen.
Eigene Ortswährung
Ein besonderes Anliegen ist dem Bürgermeister auch, die Wertschöpfung im Ort zu halten. „Wir versuchen, mit regionalen Produkten im Ort zu punkten“, so Knoll. Deshalb wird es mit dem Schleißheim-Taler bald eine eigene Ortswährung geben. „Wir wollen damit die Produzenten vor Ort und auch die von Corona arg gebeutelte Gastronomie unterstützen“, erklärt Knoll und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die soeben eröffnete Dorfladenbox, die dieselbe Idee verfolgt. Bereits zum Abschluss kommt mit dem Traun(m)platz ein relativ großes Projekt. „Schleißheim ist eine der ersten Gemeinden, die mit ihrem Platz ganz fertig wird. Der Rasen ist schon schön grün und es ist ein wirklich sehr gelungenes Projekt geworden“, freut sich der junge Ortschef, dass fast ohne Eigenmittel „coole Motorik-Stationen und ein toller Rastplatz“ entstanden sind. Der Trau(n)mplatz direkt am Traun-Radweg wurde bei der Sportanlage gut integriert und Knoll ist überzeugt: „Wir haben den Nerv der Zeit getroffen und es wird sicher ein guter Ort zum Chillen und Abhängen für die Jugend.“
Vereinsleben ankurbeln
Eine große Aufgabe sieht der Bürgermeister allerdings noch auf sich zukommen. „Das Dorf- und Gesellschaftsleben nach der Pandemie wieder anzukurbeln wird noch eine Herausforderung“, ist Knoll überzeugt, dass Vereine wie Musik oder Feuerwehr durchaus unter den Lockdowns leiden und womöglich Schwierigkeiten haben könnten, die Mitglieder wieder zum aktiven Tun zu motivieren.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden