Stadt Ansfelden bezieht Strom direkt von Bürgern
ANSFELDEN. In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss die Stadt Ansfelden einstimmig, künftig in großem Umfang Strom von der Bürgerenergiegemeinschaft zu beziehen. Damit fließt noch mehr regional erzeugte Energie direkt in die öffentliche Versorgung – eine Entscheidung, die nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich Sinn macht.

„Unsere neuen Stromlieferanten sind Ansfeldner Bürger, die engagiert in ihre PV-Dachanlagen investiert haben“, freut sich der Grüne Fraktionsobmann Alfred Pointner. Das Prinzip dahinter: Strom, der vor Ort produziert wird, soll auch möglichst vor Ort genutzt werden. Neben den zahlreichen Photovoltaikanlagen der Bürger trägt auch das Wasserkraftwerk an der Krems zur lokalen Energieversorgung bei.
In den kommenden zwölf Monaten wird die Stadt nur noch 200.000 kWh von einem klassischen Energielieferanten beziehen – während stolze 280.000 kWh direkt aus der eigenen Bürgerenergiegemeinschaft stammen. Das stärkt nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern auch die Unabhängigkeit von externen Energieanbietern.
Der Verein „Energiewende Ansfelden“, der hinter der Bürgerenergiegemeinschaft steht, genießt längst einen hervorragenden Ruf. Mit 350 aktiven Mitgliedern – auch aus Nachbargemeinden – wächst die Initiative stetig. Bereits im Jahr 2024 wurden beachtliche 1,9 Millionen kWh elektrischer Energie geteilt und gehandelt.
Die Entscheidung des Gemeinderats zeigt: Ansfelden setzt konsequent auf nachhaltige Energieversorgung – und macht seine Bürger zu aktiven Mitgestaltern der Energiewende.
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