Wir gingen, weil alle gingen: Thomas Perle liest in Lembach
LEMBACH. Vom Aufbruch ins Ungewisse erzählt Schriftsteller Thomas Perle in seinem Prosaband „Wir gingen, weil alle gingen.“ Daraus liest er am 10. April in Lembach.

Das KultURsprung-Team hat bei einer Reise in die europäische Kulturhauptstadt Temeswar in Rumänien den Schriftsteller Thomas Perle kennengelernt. Einen halben Tag lang hat der damalige Stadtschreiber die Mühlviertler begleitet und ihnen als Betroffener von der Veränderung der Lebenssituation nach der Revolution erzählt.
Sein Buch „Wir gingen, weil alle gingen“ ist eine Kurzgeschichtensammlung, in der Perle von ebendiesem Umbruch im Jahr 1989 schreibt. Als ein ganzes Land gebannt in die Röhrenfernseher der sozialistischen Republik blickt und zwei Leichen wie Puppen in die Kamera gehalten werden. Der Diktator und seine Frau sind tot. Diese Bilder haben sich ins europäische Gedächtnis gebrannt.
Der Autor blickt mit seinem Werk in viele Schicksale und erzählt in poetisch verknappter, dichter Sprache von Anpassung und Brüchen, von Widerstand, Sehnsucht und Aufbruch.
Lesung, Gespräch und Musik
Am 10. April gibt es im Pfarrheim Lembach eine Lesung und Gespräch mit Thomas Perle. Musikalisch begleitet wird der Schriftsteller von Christian Haimel auf der Gitarre. Der in Hofkirchen lebende Musiker findet viel Zuspruch für seine ausdrucksstarken, wandlungsfähigen Interpretationen.
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