Optimistischer Blick auf die Zukunft der Baubranche
REGAU. Beim Gerüst- und Schalungsexperten Ringer warf Landeshauptmann Thomas Stelzer einen Blick auf die Zukunft der Baubranche. Der Wegfall der KIM-Verordnung und sinkende Zinsen lassen auf eine Trendwende hoffen.

Im letzten Jahr feierte Ringer 80-jähriges Bestehen und das Familienunternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeiter, davon 200 in Österreich. Die Gerüste und Schalungen gehören zu den gefragtesten am europäischen Markt und es werden 50 Länder weltweit beliefert. Das Unternehmen betreibt eine der größten Photovoltaikanlagen im Bezirk.
Wegfall der KIM-Verordnung
Eigentümer Markus Ringer erklärt, dass die beiden letzten Jahre für die Bauwirtschaft extrem herausfordernd waren, was auch auf die Auswirkungen der KIM-Verordnung, die ein hohes Eigenkapital bei der Vergabe von Krediten vorsieht, und gestiegene Zinsen. „Für 2025 erwarten wir eine leichte Entspannung, von einer echten Erholung kann jedoch keine Rede sein. Der Wegfall der KIM-Verordnung ist ein richtiger Schritt, doch es braucht auch gezielte Förderungen für Finanzierungen, um leistbares Wohnen wieder zu ermöglichen“, so Markus Ringer.
Eigentümer Thomas Ringer ergänzt, dass auch der Export im internationalen Wettbewerb steht und dieser immer härter wird: „Die Konkurrenz schläft nicht. Sowohl wir als Hersteller als auch Österreich als Wirtschaftsstandort müssen sich noch stärker anstrengen, Prozesse optimieren und höchste Qualität liefern, um im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben.“ Zusätzlich ist es schwieriger denn je, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, zu binden und zu motivieren. Besonders stark treffen die stark gestiegenen Personalkosten die Unternehmen, erklären Geschäftsführer Peter Rungger und Robert Traxl.
Optimistischer Blick Richtung Zukunft
Landeshauptmann Thomas Stelzer bedankte sich beim Unternehmen: „Wir aus dem kleinen Oberösterreich können uns dank Unternehmen wie diesem international behaupten.“ Er nutzte die Gelegenheit, um auf die Situation in der Bauwirtschaft einzugehen. Gestiegene Zinsen, strenge Kreditrichtlinien und steigende Kosten haben die Bauwirtschaft unter Druck gebracht. Auch dieses Jahr dürfte noch herausfordernd werden, so die Einschätzung von Branchenvertretern. Doch er bleibt optimistisch: „Das von Oberösterreich eingeforderte Ende der KIM-Verordnung im Juli und die sinkenden Zinsen geben Hoffnung auf eine Trendwende in der Bauwirtschaft. Wenn die Finanzierung leistbarer wird.“
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