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Der neue Toyota C-HR als in Schwarz-Grau gehaltener „GR Sport“ strotzt vor visueller Dramatik. Aber keine Sorge, so wild ist er gar nicht. Im Jahr 2016 kam der Toyota C-HR auf den Markt und wir erinnern uns noch gut an unser Erstaunen. Das will was heißen angesichts einer Zeit, wo die SUV-Welle schon von allen Herstellern geritten wurde. Aber der C-HR machte in der Hinsicht vieles anders, setzte alles auf die Crossover-Karte und ein Design, dass in der Form einzigartig war. Unsere einzige Sorge damals: Wie lange wird es wohl dauern bis man sich daran satt gesehen hat?

Toyota C-HR: Der will nur sparen
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Mittlerweile ist klar, das dauert noch. Der Mut zum Risiko hat sich gelohnt, da ist es nur schlüssig, dass der neue C-HR nichts an seinem markanten Look eingebüßt hat. Er entzieht sich als quasi SUV-Crossover-Coupé auch eventuellen Vergleichen, wer ihn sein Eigen nennt, hatte nie ein anderes Modell im Sinn. Als „GR Sport“ erschließt der Japaner jetzt eine neue Klientel, denn die sportlichen Attribute stehen dem muskulös-gedrungenen Körper extrem gut.

Schwarze 19-Zoll Felgen, Spoiler, Grill und Frontschürze in Piano Black und diverse GR-Logos verfehlen ihre Wirkung nicht, final dramatisiert durch die in Dunkeltönen gehaltene Zweifarben-Lackierung. Und auch im Interieur macht der „GR Sport“ keine halben Sachen, veredelt das fein verarbeitete Innenleben via Sportsitze, Alcantara-Einsätzen, roten Nähten und GR-Logos. Logisch fast, dass er in der Konfiguration nur mit dem stärkeren der beiden Hybridantriebe inklusive Allrad zu haben ist.

Das spannende daran – gerade der Motor erdet den C-HR und vielleicht auch seinen Fahrer wieder. Mit 197 PS Systemleistung steht das Duo aus Benziner und E-Antrieb zwar gut im Saft, beschleunigt den Japaner auch in guten 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Aber für einen Vollhybriden samt CVT-Getriebe fällt das unter Luxus. Die unter Volllast typische Charakteristik des zeitverzögerten Vortriebes bei zeitgleichem Aufheulen des Verbrenners motiviert eher zum Gleiten als zum Hetzen.

Das dafür auf höchstem Niveau. Das perfekte Zusammenspiel aus Benziner und E-Motor, die fehlenden Schaltrucke, die vorausschauende Rekuperation und die zwar straffe, aber nicht unkomfortable Federung sind die prägenden Elemente einer hohen Laufkultur. Was wirklich Neues erzählen wir ihnen damit freilich nicht. Mittlerweile fünf Generationen Entwicklungsarbeit sind allseits spürbar, spätestens bei den Verbrauchswerten, wo wir uns bei 5,3 Litern eingependelt haben.

Ein genialer Wert für einen Allrad-Crossover, der auch vier Erwachsene samt Gepäck kommod unterbringt. Ein Ausbund an Variabilität und Beinfreiheit ist der C-HR zwar nicht, dafür überzeugt das Interieur mit hoher Bedienfreude und einer guten Mischung aus Tasten und digitalen Tools. Sowohl digitale Instrumente als auch der Touchscreen sind 12,3 Zoll groß und gut ablesbar. Dass man zur Deaktivierung des Geschwindigkeitsassistenten in das Menü muss, wäre etwas für das erste Facelift.

Mit JBL-Sound, LED-Scheinwerfern, Keyless und vielem mehr geizt der C-HR Sports nicht bei der Ausstattung, mit bis zu 10 Jahren Toyota nicht bei der Garantie. Und sie hoffentlich nicht beim Geld ausgeben, der C-HR Sports startet bei 48.490,00 EUR.   

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Echt lässig: Das sanfte Wesen hinter dem martialischen Look.

Echt stressig: Den Verbrauch über 6 Liter zu bringen. Eher „Echt unmöglich“.

Echt fett: Der Preis? Das Einstiegsmodell startet schon bei 36.690,00 EUR.

Echt schade: Einzig erhältliches Extra ist die Metallic-Lackierung.

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Daten Toyota C-HR 2,0l Hybrid 4WD GR Sport

Motor: 4-Zylinder Benziner/E-Motor

Systemleistung: 197 PS

Testverbrauch: 5,3 Liter

Vmax: 180 km/h

0 auf 100 km/h: 7,9 Sek

Preis ab EUR 48.490,00

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