LUNZ AM SEE/SCHEIBBS. Der schön zwischen steilen, bewaldeten Bergen platzierte Lunzer See ist der Ausgangspunkt für eine „seenswerte“ Wanderung zum oberhalb von Lunz liegenden Mittersee und Obersee.
von ERICH SCHACHERLAnfahrt:Waidhofen/ Thaya-Zwettl-Ybbs- Wieselburg-Scheibbs-Lunz Krems-Ybbs-Wieselburg-Scheibbs- Lunz Lunz ist mit Bussen der Mostviertellinie oder der Post erreichbar Infos unter:
www.mostviertellinie.at oder
www.postbus.at
Ausgangspunkt: Parkplatz Lunzer SeeAusgangspunkt der Tour ist der gebührenpf lichtige Parkplatz beim Lunzer See auf 608 Meter Seehöhe. Die Kosten von drei Euro für einen Tag finde ich in Ordnung. Vorbei an Seeterrasse und Bootsverleih folge ich dem Seeuferweg, der die Südseite der Wasserfläche entlang durch den Wald führt. Bei der biologischen Forschungsstation, die ich nach zirka 30 Minuten erreiche, wende ich mich nach rechts und treffe wenige Minuten später auf das beeindruckende Schloss Seehof. Bei der Wegkreuzung kurz nach dem Schloss halte ich mich erneut rechts, die beiden Bergseen sind mit einer beziehungsweise zwei Gehstunden angeschrieben. Ein Blick auf die Karte zeigt mir, dass zwischen hier und meinem Ziel etwas mehr als 500 Höhenmeter zu überwinden sind. Ich bin gespannt. Auf der Forststraße marschiere ich nun langsam an Höhe gewinnend durch das Seebachtal, begleitet vom Rauschen, Gurgeln und Zischen des Seebachs, der von dort oben kommt, wo ich hin will. Die Landschaft ist schön, das Tal verengt sich zusehends, mehr und mehr imposante Felsen tauchen zu beiden Seiten auf, rechts sind es die Wände der Seemäuer,links die Hackenmäuer des Scheiblingsteins. Etwa 90 Minuten nach dem Start erreiche ich den zwischen steilen Bergflanken eingebetteten Mittersee (766 Meter). Ich pausiere und fotografiere. Nach einer zusätzlichen Gehstunde und der Überwindung des steilsten Wegstückes der heutigen Tour erreiche ich schließlich den Obersee auf 1114 Meter Seehöhe. Ein einzigartiges Stückchen Erde breitet sich vor mir aus. Ich hätte gute Lust, den See zu umrunden, das ist allerdings nicht möglich. Also suche ich mir am Seeufer einen Ruheplatz, lasse mir meine Jause schmecken und genieße mein Sein.
Teil der Natur
Vor mir Wasser, ich sitze auf der Erde, atme frische Bergluft und die Herbstsonne wärmt mich, umgeben von den vier Elementen fühle ich mich wunderbar eingebettet im Schoß von Mutter Erde. Das Panorama ist prächtig: Die mit Bäumen bewachsene Insel im See, dahinter die steile Nordflanke des Dürrensteins. Nachdem ich mich ausgeruht, satt gesehen und mit der vitalisierenden Energie dieses besonderen Platzes aufgeladen habe, trete ich den Rückweg entlang der gleichen Route an. Etwa zwei Stunden benötige ich dafür.
Gehzeit: ca. 4,5 Std. (ca. 7 km)
Anstiege: ca. 500 hm
Wegbeschaffenheit: Forststraßen, Waldweg
Hier können Sie den Wandertipp als PDF downloaden