Elektronisches London - Willkommen im Alltag 2.0
LONDON. Behördengänge oder Anrufe beim Arzt gibt es nicht für Jugendredakteurin Lisa Stallinger. In England funktioniert das per Onlineformular.

An der Universitätsbar bestelle ich mir mit den Studienkollegen nach dem langen Unitag einen Cider (britischer Apfelmost). Als ich meinen Pfundschein über den Tresen hebe, treffen mich äußerst verwirrte Blicke des Barpersonals. „Ich muss mal nachfragen ob wir überhaupt Wechselgeld hier haben.“ Während ich in Österreich ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich Wurstsemmerl im Lebensmittelgeschäft mit Karte zahle, ist es in England anders herum. Ob im Cafe, Buffet an der Uni, Supermarkt oder Bar: gezahlt wird durch scannen der Bankkarte oder des Handys (mit elektronischer Verknüpfung zur Konto versteht sich). Selbiges auch für den Transport durch die Metropole. Scannt man die „Oysterkarte“ oder das Smartphone, kann man problemlos durch ganz London reisen.
Elektronische Gesundheit
Wenn man eine Einladung zu einem Gesundheitscheck per Post bekommt, steht im Brief ein Link um die Voranmelden durchzuführen. Anrufen tut hier wohl keiner. Es gibt nicht mal eine Kontaktnummer für die Anmeldung. Die Terminbestätigung kommt per SMS. Auch einen Tag vor dem Termin bekomme ich eine Erinnerungs-SMS. Ich bin überrascht wie die britische Krankenkasse für mich mitdenkt.
Digitales Kennenlernen erwünscht
Beim Eröffnen meines britischen Studentenkontos werde ich am Bankschalter abgewiesen. Das Onlineformular ist ein muss bevor ich dort vorstellig werde. Gibt es denn in England keinen ohne Internetanschluss?
Begleitend zum Artikel verlosen wir 2x1 Postkarte aus London mit der Illustration „Elektronisches London“ von der Illustratorin Karoline Marka.
Tagesaktuelle Geschehnisse aus London auf Instagram @lisaschneeweiss oder meine Arbeiten auf www.lisastallinger.at
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