Durch den westlichen Dunkelsteinerwald - Mostviertel

Tourdaten
Wanderung
Strecke | 9 km |
Dauer | 4:25 h |
Steigung | 0 % |
Höhenmeter | 300 m |
Schwierigkeit |
Mittel
|
Kondition | |
Technik |
Ausgangspunkt
Kartause AggsteinEigenschaften
aussichtsreich kulturell / historisch botanische Highlights idyllischWegbeschaffenheit
Asphalt Schotter WaldAnfahrt
Krems–Mautern–Wachau/Süduferstraße– Aggsbach Dorf Melk–Schönbühel–Wachau/Süduferstraße– Aggsbach Dorf Busse: Station Aggsbach-Dorf VolksschuleAGGSBACH-DORF/MELK. Eine Rundwanderung im westlichen Teil des Dunkelsteinerwaldes führt an interessanten historischen Plätzen vorbei.
von ERICH SCHACHERL
Ich starte die heutige Runde beim Parkplatz der Kartause Aggsbach, einem ehemaligen Kloster der Kartäuser. Dabei handelt es sich um einen römisch-katholischen Orden, der eine eremitische Lebensweise praktiziert und auf den heiligen Bruno von Köln zurückgeht. Gegründet und gestiftet wurde die Kartause im Jahr 1380 durch Heinrich von Maissau und seine Gemahlin Anna. Nach der Kartause Mauerbach (Gründungsjahr 1313) und der Kartause Gaming (1330) war Aggsbach die dritte und letzte Niederlassung der Ordensbrüder in Österreich. 1782 ließ Kaiser Joseph II das Kloster schließen und in einS chloss umwandeln. Die Kartäuserzellen und der große Kreuzgang wurden geschliffen.
Die Kirche erhielt einen an den Altarraum angebauten Kirchturm und wurde Pfarrkirche. Heute befinden sich hier ein Kartäusermuseum und ein Veranstaltungszentrum. Weitere Infos finden sich unter www.kartause.net Entlang der einzigen Straße des engen Tales des Wolfsteinbaches führt der Weg die ersten 15 Minuten, dann zweigt er rechts ab, steigt an und durchzieht für 30 Minuten ein Waldstück, um am Beginn der Ortschaft Wolfstein wieder in die Straße einzumünden. So wie Aggsbach-Dorf gehört auch Wolfstein zur Gemeinde Schönbühel-Aggsbach. Der Name bezieht sich auf eine Legende. Der heilige Wolfgang soll hier gerastet haben. Auf einem Stein sitzend aß er und wurde dabei von Spatzen und Elstern gestört, die versuchten, ihm sein karges Mahl wegzuschnappen. Wütend stampfte er mit dem Fuß auf und verscheuchte die Vögel. Noch heute ist der Stein mit einem Fußabdruck neben der Straße zu sehen. Erwähnenswert ist außerdem auch noch die Burg Wolfstein, die in früheren Jahrhunderten bedeutsam war.
Heute befindet sie sich in Privatbesitz und ist nicht zugänglich. Rätselhafter Stein Am Ende der Ortschaft zweigt der Weg nach rechts ab, verlässt die Straße und führt durch das Raintal hinauf nach Gerolding. Dieser Ort zählt zur meinde Dunkelsteinerwald. Die sehenswerte Wehrkirche hat eine
besondere Überraschung. An der Außernseite der Apsis ist eine ungewöhnliche Grabstele zu sehen, die 1973 bei Renovierungsarbeiten entdeckt wurde. Sowohl seine Formals auch die darauf eingravierten Zeichen geben nach wie vor Rätsel auf. Vermutet wird, dass der Stein keltischen Ursprungs ist. Welterbesteig Die Hohenwarter Straße führt mich durch den Ortsteil Hohenwart aus Gerolding hinaus und hinauf zur Hohenwarter Höhe (475 m), einer wichtige Wegkreuzung der Gegend. Bis hierher befand ich mich auf einem Teilstück das Jakobsweges. Nun wechsle ich auf eine Etappe des Welterbesteiges Wachau, die mich zurück nach Aggsbach-Dorf führt. Eröffnet wurde der insgesamt 180 Kilometer lange Welterbesteig im Mai 2010, sein Name erinnert an das Weltkulturerbe Wachau.
30 Minuten durchwandere ich erneut ein Waldstück, bis ich die Bildbuche (512 m) erreiche. Ein schmaler Pfad führt mich ab hier in ungefähr 45 Minuten wieder hinunter nach Aggsbach-Dorf.Beim Hotel wende ich mich nach rechts, schlendere gemütlich durch das Dorf und bin 25 Minuten später wíeder bei derKartause, meinem heutigen Startplatz.
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