Ö. Schlechte Fenster sorgen für hohe Wärmeverluste- so viel ist sicher. Doch muss ein Fenster getauscht werden, oder gibt es auch Möglichkeiten Fenster zu sanieren? Denn Wegwerfen ist ja auch nicht nachhaltig.

Es gibt rund um das Fenster mehrere Quellen für Wärmeverluste. Da ist einmal die Fensterdichtung. Hier können die größten Energiemengen verloren gehen. Dann kommen der Rahmen und die Verglasung. Und darüber hinaus noch die Wärmebrücke rund um das Fenster. Hier kann der größte Schaden entstehen.
Ein neues Fenster bringt eine intakte Dichtung, und eine gute Wärmedämmung von Rahmen und Glas. Die Wärmebrücke um das Fenster wird jedoch nicht verbessert. Und durch den Wegfall der Undichtigkeiten kann es verstärkt zu Schimmelbildung kommen. Daher ist bei einem Fenstertausch immer die Wärmebrücke in der Laibung zu dämmen. Entweder mittels eines Vollwärmeschutzsystems außen oder einer Laibungsdämmung innen.
Fenster sanieren
Vorhandene, ältere Fenster können jedoch oftmals ebenso saniert werden. Und meist ist das deutlich kostengünstiger. „Ein Dichtungstausch kostet lediglich zehn bis 15 Prozent eines neuen Fensters. Und die Verglasungen können bei vielen Fenstern ebenso auf ein Glas mit deutlich besseren Wärmedämmwerten getauscht werden. Dieser Tausch der Verglasung kostet 40 bis 50 Prozent eines neuen Fensters. Das gegenüber dem Fenstertausch eingesparte Geld, kann für die Dämmung der Fensterlaibung verwendet werden. Und im Zuge einer Gesamtsanierung des Hauses, sind diese Maßnahmen oftmals Förderfähig“ erklärt Baubiologe Harald Weihtrager. „Jedenfalls ist die Erstellung eines Gesamtsanierungskonzepts sinnvoll, um das vorhandene Geld optimal einsetzen, und auch die möglichen Förderungen nützen zu können“ ergänzt Bauphysiker Manuel Seidl. Und die Erstellung eines solchen Konzepts wird zudem mit 500 Euro gefördert.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden