Mit Recht stolz sind die 141 Einwohner von Eibenstein in der Gemeinde Rainbach auf ihren 2,2 km langen Chakraweg, der als erster Wanderweg in Österreich mit dem Wanderwegegütesiegel bedacht wurde: Ein familienfreundlicher, auch mit sportlichem Kinderwagen zu bewältigender Rundkurs, bespickt mit liebevoll gestalteten Energiekraftplätzen. Ausgehend vom Bahnhof Summerau lässt sich dieses Wohlfühlerlebnis zu einer größeren Runde ausdehnen.
von MICHAEL WASNER
Durch die Unterführung die Bahnseite wechseln und rechts (links führt der Wanderweg R3 nach Eibenstein, den wir später als Rückweg nehmen werden) am Pferdeeisenbahnwanderweg gemeinsam mit R9 Richtung Kerschbaum. Ein nördlich abzweigender Güterweg leitet zu einer Häusergruppe am Waldrand. Rechts davon am Wiesensaum erkennt man noch gut den aufgeschütteten Damm der ehemaligen Trasse. Haus Nr. 60 war einst ein Wachthaus. Nun hinein in den stillen Birauwald, zuerst ein kurzes Stück neben dann immer auf der inzwischen von Bäumen überwucherten Bahntrasse – ein selten schöner Wegabschnitt, voll Urtümlichkeit und Romantik. Nach 45 Minuten erreichen wir im Nahbereich der Summerauerbahn eine Wanderwegkreuzung. Hier verlassen wir die Trasse und schwenken links zum Reitweg nach Zulissen ein. Die blauweiße Markierung des Nordwaldkamm weges ist nun richtungsweisend. Nach einigen Fischteichen weicht die Waldeinsamkeit einer freien Anhöhe (719 m) mit den Häusern des Grenzdorfes Zulissen. Diese bleiben rechts liegen. Wir überqueren die Straße (NWK-Markierung schräg links gegenüber am Strommasten), folgen dem Forstweg zügig abwärts zum Froscherbach (640 m; Einmündung R3 von Summerau) und steigen jenseits nach Eibenstein auf (708 m – 1 ½ Std.), wo uns die Backhendlstation Pils (Mo, Di gesperrt) zur Einkehr erwartet. Direkt davor vermittelt die Spielwiese mit künstlerisch gestalteten Granit_ ndlingen den Einstieg in das Wanderwohlfühlerlebnis. Eine ovale Tafel mit richtungsweisender Hand dient als Wegweiser. Auf romantischen Waldund Wiesenpfaden werden sieben energetisch ausgewiesene Erlebnisplätze angepeilt. Jeder davon ist einem Hauptchakra gewidmet und mit Meditationstafeln, Klangkörpern und liebevoll geschnitzten Sitzen speziell gestaltet: Durchlesen, hinsetzen, abschalten – und die entströmende Energie auf sich wirken lassen. Leicht ansteigend geht es schließlich hinauf zur letzten Station am Heidenstein (738 m), eine Jahrtausend alte, heidnische Kultstätte. In den Granit gehauene Stiegen sind beim Erobern des Felsdenkmales behil_ ich. Oben erwarten uns drei stets mit Wasser gefüllte Opferschalen sowie ein recht netter Ausblick, der vom Sternstein im Westen bis zum östlichen Viehberg reicht. Aber bitte keine allzu laute Unterhaltung, ist doch vom 100 m entfernten südlichen Waldrand, über den der Abstieg zum Gasthaus verläuft, noch jedes Wort deutlich zu hören. Der gut einstündige Rückweg führt uns vorerst wieder hinab zum Froscherbach. Am Waldrand schwenken wir dann rechts in den R3 ein und marschieren nahezu eben, recht abwechslungsreich durch Wald, Felder und Wiesen hinaus zum Bahnhof Summerau.
ANFAHRT:
E 55 Rainbach, Abzweigung Summerau (nach 2 km Abzweigung Bahnhof) - Eibenstein
AUSGANGSPUNKT: Bahnhof Summerau
(656 m, Parkplatz)
TOUREN-INFO:
GEHZEIT: Eibenstein hin und zurück 2 ½ Std.,
für die Chakrarunde zusätzlich ¾
bis 1 ½ Std.
ANSTIEGE: ca. 150 m
WEGBESCHAFFENHEIT: Güter- und Waldwege, durchgehend
gut markiert
Hier können Sie den Wandertipp downloaden.