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Kohlenmonoxid: Die schleichende Gefahr in der Heizsaison

Tips Logo Leserartikel Katharina Kühn, 16.11.2024 15:00

OÖ. Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei der unvollständigen Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Gas, Öl, Kohle oder Holz und kann ohne technische Hilfsmittel weder gesehen, gerochen noch geschmeckt werden. Im Fünfjahres-Schnitt ereignen sich etwa 200 CO-Vergiftungen pro Jahr, rund 36 Prozent in den Heizmonaten von Dezember bis Februar. In jüngerer Vergangenheit kam es auch in OÖ zu mehreren tragischen Unfällen in Zusammenhang mit CO.

CO-Warner sind kostengünstig in der Anschaffung und können Leben retten. (Foto: stock.adobe.com/highwaystarz)
  1 / 2   CO-Warner sind kostengünstig in der Anschaffung und können Leben retten. (Foto: stock.adobe.com/highwaystarz)

Die Tücke von Kohlenmonoxid liegt in seiner Unsichtbarkeit und Geruchlosigkeit. Zudem kann sich das Gas durch Wände und Fußböden verbreiten, was bedeutet, dass es auch in Räumen ohne direkte CO-Quellen auftreten kann. Beim Einatmen gelangt CO in den Blutkreislauf, wo es sich an das Hämoglobin der roten Blutkörperchen bindet und den Sauerstoff verdrängt. Dies führt zu einem Sauerstoffmangel in den Organen, insbesondere im Gehirn. Je nach Konzentration kann es zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Unvollständige Verbrennung

Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständiger Verbrennung, also wenn entweder zu wenig Sauerstoff oder eine zu geringe Verbrennungstemperatur vorliegt. „Kohlenmonoxid kann auch bei einer Vielzahl kontrollierter Verbrennungsprozesse entstehen, etwa beim Heizen mit Gas, Kohle, Koks, Öl oder Holz. „Das CO muss möglichst vollständig ins Freie abgeführt werden. Wird der Abtransport be- oder verhindert, kommt es zu einer CO-Konzentration im Rauminneren, die rasch ein gefährliches oder sogar lebensbedrohliches Ausmaß erreichen kann“, warnt Günther Schwabegger, von der Brandverhütungsstelle OÖ.

Kamine kontrollieren lassen

Zu den Hauptursachen für CO-Unfälle zählen verstopfte oder versperrte Abluftwege, technische Defekte, mangelnde Wartung und unsachgemäße Nutzung von Verbrennungsgeräten. Auch blockierte Kamine durch Vogelnester oder unzureichende Frischluftzufuhr können das Risiko erhöhen. Sanierungsmaßnahmen wie der Einbau neuer Fenster können ebenfalls zu einer mangelnder Luftzirkulation führen. Günther Schwabegger betont: „Verbrennungsanlagen, egal ob Gas-, Feststoff- oder Ölheizungen, benötigen genügend Verbrennungsluft.“

Pelletslager gut belüften

Auch bei der Lagerung von Pellets kann mitunter Kohlenmonoxid entstehen - selbst Monate nach ihrer Herstellung. Daher ist eine stetige Belüftung des Pellets-Lagers enorm wichtig. Es sollte dabei einen ausreichenden Luftwechsel zwischen Lagerraum und Außenluft geben. Achtung: Kurzes Lüften vor dem Betreten des Lagerraumes reicht nicht aus, um die Konzentration des Gases auf ein unbedenkliches Maß zu senken.

CO-Melder können Leben retten

Um das Risiko einer CO-Vergiftung zu minimieren, sollten Kaminöfen, Gasthermen und andere Heizanlagen regelmäßig von Fachkräften gewartet werden. Der Einsatz von CO-Warnmeldern bietet zusätzlichen Schutz. Diese Geräte messen kontinuierlich den Kohlenmonoxidgehalt in der Luft und alarmieren bei gefährlichen Konzentrationen. „Der Preis für einen CO-Melder liegt meist zwischen 30 und 50 Euro. Die Montage sollte insbesondere in Häusern und Wohnungen erfolgen, in denen Feuerungsanlagen, Heizungen und Geräte wie Durchlauferhitzer, Gasthermen und Gasherde in geschlossenen Räumen betrieben werden,“ appelliert Schwabegger.

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