BEZIRK KIRCHDORF. Tips Kirchdorf befasste sich im Laufe des Sommers mit Gesundheitsthemen. Zum Abschluss beantwortet eine Mitarbeiterin des Landeskrankenhauses (LKH) Kirchdorf eine Frage zum Thema Blasen an den Füßen.

Bei unserem letzten Treffen zur Vorbereitung für unsere Weitwanderung am Jakobsweg ist die Diskussion entstanden, ob man Blasen an den Füßen aufstechen soll oder nicht. Wir hoffen nicht, dass wir davon betroffen sein werden, möchten aber trotzdem gerne wissen, wie man Blasen richtig behandelt.
Veronika Lattner, Wundmanagerin im LKH Kirchdorf: Eine Blase am Fuß bildet sich, wenn punktuell zu viel Druck oder Reibung ausgeübt wird (beispielsweise durch einen Schuh, der neu und noch nicht eingelaufen beziehungsweise zu groß oder zu eng ist). Die obere Hautschicht hebt sich ab, es entsteht ein Hohlraum, der sich mit Gewebeflüssigkeit füllt. Dies ist eine clevere Reaktion des Körpers, denn das darunterliegende Gewebe wird dadurch geschützt.
Um der Entstehung von Blasen vorbeugend entgegenzuwirken, kann man die beanspruchten Areale schützen (diverse Blasenpflaster, SOS-Pflaster oder tapen) sowie die Füße gut pflegen und trocken halten. Neue Schuhe sollte man nach Maß einlaufen. Auch Einlagen und nahtlose Socken helfen zur Blasenvorbeugung.
Grundsätzlich sollte man geschlossene Blasen in Ruhe und alleine, aber „geschützt“, abheilen lassen. Reißt oder platzt das schützende Blasendach, entsteht eine offene Wunde, die nicht nur schmerzhaft, sondern sich sehr leicht entzünden oder infizieren kann. In diesem Fall die wunde Stelle desinfizieren und möglichst steril abdecken.
Ich rate, keine chirurgischen „Do it yourself“-Maßnahmen mit Aufstechen oder Ausquetschen durchzuführen. Die Wunde im Auge behalten und bei Anzeichen einer Wundinfektion (Rötung, Schwellung, Schmerz, Überwärmung) oder gar Fieber, auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen. Von Wund- und Heilsalben ist abzuraten, denn unter einer Fettschicht fühlen sich Keime besonders wohl.
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