VON MICHAEL WASNER
16 Kilometer westlich der Bezirksstadt Wels liegt eingebettet in den Ausläufern des Hausruckwaldes die kleine Marktgemeinde Offenhausen. Auf neu beschilderten Wanderrouten, auch im Winter gut begehbar und mit herrlichen Aussichtsplatzerln bestückt, lässt sich diesem kaum bekannten Landstrich recht viel Schönes und Sehenswertes abgewinnen.
Anfahrt: A 8 Abfahrt Pichl (Meggenhofen) und über Kematen nach Offenhausen bzw. A 9 Abfahrt Wels-West und über Gunskirchen nach Offenhausen
Ausgangspunkt: Offenhausen, Parkplatz beim Sportplatz (Freibad) an der Straße Gunskirchen – Bachmanning bei der Abzweigung nach Meggenhofen Über die Schulstraße gelangen wir auf den Marktplatz und gerade weiter zur Info-Tafel vor dem Gemeindebau, wo die vier beschilderten Wanderwege ihren Ausgang nehmen. Zuvor wäre allerdings noch ein Besuch der Pfarrkirche mit Altarbild von Altomonte und einem Grabdenkmal von Jörg von Pergheim (erwirkte 1534 für Offenhausen das Marktrecht) angebracht. Sie flankiert den schmucken Marktplatz, der als weitere Attraktionen einen Gedenkbrunnen, eine Pestsäule sowie eine historische Wäscheschwemme (seitlich der Bäckerei Nöhammer) zu bieten hat. Der Beschilderung der Routen 1, 2 und 4 folgend, queren wir die Straße Gunskirchen – Bachmanning und den Grünbach zum Gasthof Kinzl und biegen rechts ein. Kurz danach verabschieden sich 1 und 4 zur Anhöhe, während der rotweiß markierte Weg 2 weiter in Bachnähe über Wiesen und Güterwege das 1,5 km entfernte Wasserschloss Würting anvisiert. 1220 als Stammsitz der Pergheimer erstmals urkundlich erwähnt, wechselte die Liegenschaft 1604 zum Adeligen Christoph Weiß von Würting, der diese zu einem dreigeschossigen Renaissanceschloss ausbauen ließ. Derzeit im Privatbesitz, seit Jahren Generalsanierung. Besichtigung nur gegen tel. Anmeldung (07247/6232) bei Dr. Schaffer. Der „2er“ folgt nun weiter dem Grünbach und steuert in einer großen 1 1/2-Stunden-Schleife den Rosenberg an. Im Winter ist jedoch eine Abkürzungsvariante ratsamer. Dazu biegen wir gleich nach dem Schloss links in die Zufahrt zum Haus Würting 3 ein und folgen dem Wiesenweg entlang der löchrigen Schlosseinfriedung, die hier gute Einblicke auf den Renaissancebau gewährt. Am Ende der Einfriedung links über ein Bacherl und entlang roter Markierungspfeile durch Wald steil aufwärts zum Güterweg Rosenberg, wo wir bereits nach einer Viertelstunde wieder auf den „2er“ und auch auf den „4er“ treffen. Nun aber entgegen der Pfeilrichtung 150 Meter weiter zum neuen Rastplatz mit Panoramatafel (465 m – 50 Min.). Durch die plötzlich frei werdende Aussicht wirkt der Blick zur Alpenkette noch imposanter. Ein Suchraster hilft beim genauen Zuordnen der unzähligen Berggipfel. Wer lieber einer guten Wegführung vertraut, folgt nun dem „2er“ über das Rosenberggut hinüber zum Osterberg und gelangt in einer Dreiviertelstunde wieder zurück nach Offenhausen. Pfadfinder mit etwas Ausdauer folgen dem Güterweg weiter zum nächsten, bereits sichtbaren Hof: den Ederhof der Familie Hiptmeir. Der „4er“, den wir nun begehen, ist zwar ebenfalls gut markiert, allerdings nur in einer Richtung – und diese verläuft entgegengesetzt. Gleich hinter den Silos spazieren wir schräg über die Wiese abwärts einem Hochstand am Waldrand zu, wo wir wieder rote Markierungspfeile vorfinden, die uns problemlos im Mischwald abwärts leiten. Weiter entgegen der Beschilderung am Güterweg Kronberg aufwärts zum Mairhof und gerade zurück zum Hausteich. Es ist ein so genannter „Himmelteich“, ohne Zufluss, der nur vom Regenwasser gespeist wird. Der Weg mündet kurz danach in einen Güterweg. Auf diesem verläuft der gelb markierte Christophorusweg Nr. 1, der uns nun für den Rest der Wanderung begleiten wird. In östlicher Richtung über den bewaldeten Höhenrücken zum liebevoll gestalteten Christophorusplatz (440 m) und talwärts nach Klein- und Großkrottendorf (360 m – 2 Std.), wo das Gasthaus Pupeter (Mi, Do ab 15 Uhr, Fr – So ab 10 Uhr) zur Einkehr lädt. Durch einen von Hecken und Sträuchern bestandenen Graben geht es steil hinauf auf den nördlichen Höhenrücken und über Güterwege vor zur Straße nach Kematen. Nach deren Überquerung leicht ansteigend zu einem alleinstehenden Haus, von dem sich die Innkreisautobahn bereits akustisch bemerkbar macht. Dann wendet man sich dem Schörgenedterwald zu. Recht romantisch schlängelt sich der Pfad durch den verschneiten Forst – hier gut auf die Markierung achten – zur einsam gelegenen Mariahilfkapelle, ehe ein weiterer Graben nach Offenhausen (drei Gasthöfe) hinunter leitet.
Gehzeit: 3 1/2 Stunden
Anstiege: 200 m
Wegbeschaffenheit: Güter- und Waldwege, großteils gut beschildert und markiert
Hier können Sie den Wandertipp downloaden.